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Lernwerft beweist Solidarität

Kiel Lernwerft beweist Solidarität

Die Schüler der „Lernwerft – Club of Rome Schule Kiel“ beschränken sich nicht darauf, das im Lehrplan vorgesehene Wissen zu erwerben. Sie zeigen sich außerdem solidarisch mit Menschen, die der Hilfe bedürfen. Das wurde jetzt wieder deutlich.

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Lehrkräfte und Schüler der Lernwerft, darunter (hintere Reihe, von links) Lehrerin Heike Berkefeld, Schulleiter Gerrit Hauck, Carl Hruby, Cosima Zimmermann, Maxine Holsten, Henrieke Massierer, Julica Schütz, Julius Ernst und (vordere Reihe, Mitte) Gita Andersen, machen sich mit verschiedenen Aktionen für Mitmenschen stark. Mareile Rai (vordere Reihe, links) und Gabriele Andersen vom Freundeskreis Nepal bedankten sich mit einer Fotocollage für den Einsatz beim Spendenlauf.

Quelle: Ingrid Haese

Kiel. So haben sie beispielsweise einen Spendenlauf organisiert und unterstützen die Arbeit der „Willkommensinitiative Friedrichsort“.

 In den vergangenen Wochen gab es zwei Veranstaltungen, bei denen es um das Engagement für Mitmenschen ging. Auftakt war am 9. Juli der Spendenlauf zugunsten des „Freundeskreises Nepal“. Der 2004 gegründete Kieler Verein mit seiner Vorsitzenden Mareile Rai hat in Kathmandu ein Waisenhaus eingerichtet, das bei den Erdbeben im Frühjahr stark beschädigt wurde. Um einen Beitrag dazu zu leisten, den Kindern wieder zu einem intakten Gebäude zu verhelfen, drehten nahezu alle der 420 Lernwerft-Schüler auf dem Sportplatz in Friedrichsort ihre Runden. Sponsoren stellten den Läufern pro Fünf-Minuten-Laufeinheit eine vorher vereinbarte Summe zur Verfügung. Am Ende kamen 12501,50 Euro für den Freundeskreis Nepal zusammen.

 Auf eine ganz andere Weise engagierten sich dann die Schüler des 8. Jahrgangs. Sie nahmen an einem Erste-Hilfe-Kursus teil, um für Notfälle gerüstet zu sein.

 Ein Projekt, das nach den Ferien ausgebaut werden soll, ist die Kooperation mit der Willkommensinitiative Friedrichsort. Sie betreut die Flüchtlinge auf dem ehemaligen Gelände des Marinefliegergeschwaders in Holtenau und leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Schüler der Lernwerft lernten die Flüchtlinge bei einem Picknick Mitte Juni kennen. Regelmäßige Begegnungen sind jetzt Programm. So hat sich beispielsweise eine Gruppe gebildet, die sich zum Freundschaftsbänderknüpfen trifft. Und die Sportgruppe kommt einmal wöchentlich in die Schulturnhalle zusammen, um beispielsweise Fußball, Handball oder Basketball zu spielen. Im kommenden Schuljahr wollen Lernwerft-Schüler Deutschunterricht für Flüchtlinge anbieten.

 „Unser Leitgedanke ist, dass Dinge zusammenhängen und dass große globale Themen wie Krieg, Armut und Hunger miteinander vernetzt sind“, erläuterte Schulleiter Gerrit Hauck zum Hintergrund der Aktionen. Alle Schüler sollten sich handlungsfähig fühlen und den lokalen Bezug zu den großen Themen erleben. Bei den aktuellen Projekten übernähmen die Schüler Verantwortung, zeigten Solidarität mit anderen Menschen, mit den Flüchtlingen vor Ort genauso wie mit Kindern in Nepal.

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