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Neuer Fonds weckt viele Begehrlichkeiten

Leserzuschriften Neuer Fonds weckt viele Begehrlichkeiten

Die Kieler haben offenbar jede Menge Wünsche, wie es sich in Kiel noch besser (zusammen-)leben ließe. Dies belegen die vielen Leserzuschriften zum Artikel dieser Zeitung über einen neuen Fonds der Stadt Kiel.

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Zu einem Rückzugsort auch für Flora und Fauna soll der Schützenpark nach seiner Umgestaltung werden. Doch die Leser wünschten sich noch andere Verwendungszwecke für Geld aus dem frisch aufgelegten Fonds „Gemeinsam Kiel gestalten“.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Aus diesem sollen Projekte zur Verbesserung der Bereiche Sicherheit, Lebensqualität oder nachbarschaftliches Zusammenleben finanziert werden. Ganz oben auf den Wunschzetteln der meisten Bürger rangieren drei Punkte: mehr Sauberkeit, mehr Parkflächen, bessere Busverbindungen.

Bis einschließlich 2019 stehen, wie berichtet, insgesamt 1,05 Millionen Euro zur Umsetzung entsprechender Projektideen zur Verfügung. Kieler Bürger können dazu zwar auch Vorschläge machen, antragsberechtigt für Geld aus dem Fonds „Gemeinsam Kiel gestalten“ sind aber nur die Ortsbeiräte, Stadtteilinitiativen, gemeinnützige Einrichtungen oder Vereine.

Genau dieses Prozedere ärgerte KN-online-User „Aquarius“. Mit einem solchen Verfahren sei „gewährleistet, dass alles im Sinne der regierenden Politik“ verlaufe. Eine echte Beteiligung von Bürgern vermochte „Aquarius“ jedenfalls nicht zu erkennen, stattdessen würden sie damit auf die Rolle des „Stichwortgebers“ reduziert.

Besonders groß war die Leserresonanz auf den Artikel mit mehr als 40 Kommentar-Einträgen auf der Facebook-Seite der Kieler Nachrichten. Hier dominierte insbesondere das Thema mangelnde Sauberkeit. So wünschte sich zum Beispiel Annika Burkard mehr Mülleimer, weniger Dreck und „stinkende Ecken“, wie sie am Holstentörn-Aufgang sowie am Hauptbahnhof zu finden seien.

Mehr Pflege der Grünflächen

Nach Einschätzung von Lore Liese lässt die Sauberkeit auch an Randgebieten der Stadt zu wünschen übrig, für die sie zumindest alle 14 Tage einen Reinigungstrupp der Stadt vorschlug. Thomas Schnaiter plädierte für eine intensivere Pflege kommunaler Grünflächen, zum Beispiel entlang der B 76. Überwucherndes Grün an Mittelstreifen oder an Auf-/Abfahrten seien eine „Katastrophe“ und vermiesten Besuchern wie Touristen ihren ersten Kiel-Eindruck.

Martina Drewes wünschte sich auch an Wochenenden (dann muss sie öfter arbeiten) einen besser getakteten Busverkehr. Für mehr Parkraum plädierten hingegen Danny Benthien, Lisa Ja sowie Silvio Knorn, der insbesondere Tiefgaragen für geeignet hält, „um das Stadtbild nicht durch parkende Autos zu verschandeln“ und damit Platz für Bepflanzungen oder Wasserspiele zu gewinnen.

Helmut Mang schlug eine Aufwertung des Fördeufers mit „vielen verschiedenen, bequemen Sitzmöglichkeiten“ vor. Die gebe es zwar teilweise schon, aber eben keine überdachten, um auch an Regentagen „den wunderbaren Ausblick auf die Förde genießen zu können.“ Für Melanie Pein würde eine ganz andere Maßnahme Kiel ein Stück lebenswerter machen: mehr, bessere und vor saubere Spielplätze.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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