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Jetzt zieht hier wieder Leben ein

Lessinghalle in Schreventeich Jetzt zieht hier wieder Leben ein

Genau zwei Jahre dauerten der 6,8 Millionen Euro teure Umbau und die Sanierung der Lessinghalle. Nun ist alles fertig. In der historischen Halle, in der einst die Kieler badeten, werden ab Mitte November Schüler der Humboldtschule fleißig Sport treiben.

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Die Sporthalle für die Humboldtschule ist fertig, Thilo Block hat mit Hand angelegt und ist mit dem Innenausbau zufrieden.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Eine Sporthalle mit lichtdurchfluteten Räumen, einer besonderen Atmosphäre und Feinheiten im Detail“, beschreibt Architekt Stefan Saleh von der Immobilienwirtschaft zufrieden das Ergebnis. Dafür wurden beide Schwimmbecken entfernt, der Keller wurde aufgemauert und eine Geschossdecke für die Einfeldhalle gezogen. Hier können künftig Basketball, Handball, Badminton oder Unihockey gespielt werden. Für Wettkämpfe ist die Schulsporthalle allerdings nicht geeignet.

Gleich nebenan, an der Stelle des einstigen Nichtschwimmerbeckens, lädt ein 140 Quadratmeter großer, heller Raum zur Gymnastik und zum Tanzen ein. Durch die hohen Fenster fällt der Blick auf die herbstlichen Bäume des Schrevenparks. Ein Raum, der Ruhe und Wärme ausstrahlt. Wer hier außer der Gymnasiasten noch tanzen, turnen oder meditieren wird, darüber entscheidet das städtische Sportamt. Direkt unter der Halle liegen nun die Umkleide- und Duschräume für Mädchen und Jungen.

Gastronomie auch vor der Halle

Im ehemaligen Eingangs- und Kassenbereich wird es eine Gastronomie geben, die nicht nur erheblich größer als zuvor sein wird. „Sie funktioniert alleinstehend, hat eigene Räume und einen Außenbereich auf dem Vorplatz“, sagt der Architekt. Im Frühjahr, so hofft er, wird man draußen vor der Halle Kaffee trinken können. Völlig losgelöst vom sportlichen Geschehen, denn die Sporthalle ist über zwei Eingänge von der Goethestraße aus zu erreichen, einer davon ist barrierefrei, zudem gibt es einen Aufzug.

Seit ein paar Monaten sind die Seitenflügel und Innenhöfe fest in der Hand der Kitakinder, auf die man von der Einfeldhalle im Mittelschiff einen schönen Ausblick hat. Für die Kita gibt es im unteren Bereich noch eine Aufwärmküche, damit die acht Gruppen versorgt werden können.

Alwin Blaues Werke restauriert

Damit das Leben der historischen Schwimmhalle im umgebauten Gebäude noch seinen Platz findet, wurden die Holzschmuckstücke des Bildhauers Alwin Blaue von Restaurator Peter von Gradolweski und die Architekturmalerei von Manuela Weber restauriert. Sechs Objekte insgesamt, die wieder ihren Platz an verschiedenen Wänden der Halle und im Gastronomiebereich finden und zum Teil auch wieder leuchten werden. „Allerdings nicht in der Sporthalle, weil sie dort eventuell durch Bälle beschädigt werden könnten“, so Stefan Saleh.

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Kiel-Schreventeich
Foto: Platz für Kinder unter drei Jahren: Seit kurzem sind 19 von insgesamt 80 Krippenkinder in den nördlichen Seitenflügel der Lessinghalle eingezogen, hier mit Kita-Leiterin Margarete Platzeck (rechts), ihrer Stellvertreterin Britta Pütz (von links) und den beiden Erzieherinnen Lena Muus und Jasmin Dekarz.

Als die Stadt 2013 begann, die Lessinghalle zur Kita und Sporthalle für die Humboldt-Schule umzubauen, „konnte sich kaum einer vorstellen, dass das mal gemütlich werden kann“, sagte Stadträtin Renate Treutel. Aber es kann: Am Montag präsentierte Treutel den ersten Flügel der Kita Lessinghalle, in der insgesamt 80 Krippenkindern von 25 Erziehern betreut werden sollen.

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