9 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Rathausfassade wird nicht zur Leinwand

Lichtspiel in Kiel Rathausfassade wird nicht zur Leinwand

Der Traum vom ersten Kieler Lichtspiel ist geplatzt: Statt der nötigen 60000 Euro an Spenden kamen innerhalb der Frist nur 18879 Euro von 247 Unterstützern zusammen. Das Geld werde allen zurückgezahlt bzw. gar nicht eingezogen, versichert Uwe Wanger, Geschäftsführer von Kiel-Marketing.

Voriger Artikel
Mann uriniert in Einkaufsregal im Bahnhof
Nächster Artikel
Hochleistungsmedizin und Menschlichkeit Hand in Hand

Ausgeleuchtet: Auch die Werbe-Initiative für das Kieler Lichtspiel am Uni-Hochhaus war vergebens.

Quelle: hfr

Kiel. „Mit nur einem Drittel der Summe können wir die Veranstaltung im November nicht machen.“ Die Enttäuschung ist nicht nur bei Kiel-Marketing, Technik-Partnern und Sponsoren aus der Wirtschaft groß, sondern auch bei den studentischen Lichtkünstlern der Kieler Fachhochschule: Vier von ihnen entwickelte Animationsfilme sollten auf die Rathausfassade projiziert werden, mit dem Gebäude spielen und den maritimen Charakter der Stadt unterstreichen. Eine halbe Stunde sollte es dauern, bis ein orangefarbener Anglerfisch als Hauptakteur in spielerischen Übermut das Rathaus zum Einsturz bringt.

Vergeblich: Prominente Kieler warben fürs Lichtspiel

Etwa 5000 Besucher ließen sich im November 2014 mit Projektionen auf Opernhaus und Rathaus erleuchten, als Berliner Lichtkünstler vom Festival of Lights die Fassaden in ein Farbenmeer tauchten. Es war diese Aktion, die die Initiatoren auf die Idee des Kieler Lichtspiels brachten. Ganz gleich, mit wem man gesprochen habe, ein jeder sei begeistert gewesen, so Wanger. Warum es trotz „superpositiver Rückmeldungen“ nicht geklappt hat, führt er auch auf Kommunikationsfehler zurück: „Das müssen wir einräumen: Es war zu kompliziert.“ Während das Festival of Lights eine eingeführte Marke sei, habe es ein Kieler Lichtspiel eben noch nicht gegeben. Vor allem mit der bargeldlosen Unterstützung im Netz über Crowdfunding (Schwarm-Finanzierung), das eine Frist von 60 Tagen für eine Veranstaltung ein halbes Jahr später setzte, konnten viele Kieler nichts anfangen. „Mach mit beim Crowdfunding“ hieß auch noch die Hauptzeile der Kampagne. Angesichts vieler Unbekannter half es wenig, dass man seine Spende auch bei der Tourist-Information abgeben konnte. „Wir haben gewagt und verloren, aber viel an Erfahrung gewonnen.“ Man werde weiter bei Unternehmen für die Idee werben und sich bei den Unterstützern mit einer Party bedanken. Beim nächsten Versuch soll es besser werden – und einfacher.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr zum Artikel
1. Kieler Lichtspiel
Foto: Sie wollen das Kieler Lichtspiel mit ihrem technischen Know-how unterstützen: Mario Göhring (links) und Uwe Bock.

Zwölf Projektoren, jeder von ihnen so groß wie ein Kühlschrank, sollen im November das Rathaus erleuchten. Übereinander gestapelt auf einem großen Gerüst sollen die Hochleistungsgeräte beim Kieler Lichtspiel dafür sorgen, dass die Animationsfilme an der Rathausfassade auch aus der letzten Reihe noch genau zu erkennen sind.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3