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Promis ging überhaupt kein Licht auf

Lighthouse-Projekt beim NDR Promis ging überhaupt kein Licht auf

Was Kieler sofort erraten hätten, lag den Promis in der Fernsehsendung „Kaum zu glauben“ fern – so gewann Jonas Lutz vom Lighthouse-Projekt 1000 Euro. Mit dem Geld konnte er ein ärgerliches Missgeschick beheben.

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Tetris spielen auf der Hochhaus-Fassade: Mit ihrer riesigen LED-Installation hatten die Macher des studentischen Lichtkunstprojektes bundesweit für Aufsehen in Medien und sozialen Netzwerken gesorgt.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Jonas Lutz vom Kieler Lighgthouse-Projekt verzog keine Miene, als Schauspielerin Stephanie Stumph, Comedian Bernhard Hoecker, Fernsehproduzent Hubertus Meyer-Burckhardt und Moderator Jörg Pilawa in der NDR-Ratesendung „Kaum zu glauben“ die wildesten Spekulationen über ihn anstellten. Vorab gab es für sie vom Moderator der Sendung, Kai Pflaume, lediglich den Hinweis „Jonas spielt gerne Leuchtturmwärter“.

Diesen "Tipp" bekamen die Promis in der Show von Kai Pflaume.

Quelle: Screenshot/NDR

Und los ging das Rätselraten um das CAU-Hochhaus. Dessen Fassade haben Lutz und seine Mitstreiter durch Lampen in den Fenstern zu einem riesigen Computerbildschirm umfunktioniert, so dass man dort unter anderem Tetris spielen kann. 

Selbst als die Promis vermuteten er habe in Kiel die Stromversorgung gekappt oder die Zeitung mit einem vermeintlichen Leuchtturm an der Nase herumgeführt, ließ Lutz sich nichts entlocken. Vor der Aufzeichnung war ihm eingeschärft worden auf die Fragen der Promis nur mit Ja oder Nein zu antworten. Sein „Pokerface“ war gefragt. Schließlich sollten es die prominenten Gäste beim Raten nicht zu einfach haben. Und Lutz machte seine Sache gut. Nur Pilawas Vorschlag, er habe seiner Freundin mit einer Lichterkette über den Dächern Kiels einen Heiratsantrag machen wollen, konterte er mit: „Die Idee ist gut, aber nein“.

Dass die prominenten Showgäste seinem Projekt in fünf Fragerunden nicht auf die Schliche kamen, brachte dem aus Paderborn stammenden Wahl-Kieler am Ende 1000 Euro ein. Ein Großteil ging für die Reparatur eines Kleinlasters drauf. Den hatten Lutz und seine Mitstreiter vom Lighthouseprojekt bei einer Transportfahrt beschädigt. Nun ist die Beule beseitigt.

Deutschlandweit in den Medien

Damit, dass die Promis das Lighthouseprojekt nicht erraten würden, hatte Lutz nicht gerechnet. Er habe vorab schon „etwas Angst“ gehabt, dass sie das Projekt bereits kennen und das Raten daher nicht allzu lange dauern würde. Nicht ganz unbegründet. Schließlich war das Projekt am CAU-Hochhaus deutschlandweit durch die Medien gegangen.

Trotzdem wurden Lutz und seine Mitstreiter von der E-Mail-Anfrage des NDR „schon etwas überrascht“, berichtet Lutz. Insgesamt sei die Betreuung durch das Team von „Kaum zu glauben“ sehr professionell gewesen. Auf der Straße angesprochen hätte ihn nach seinem Auftritt in der Ratesendung bisher niemand, erzähltder junge Mann. Einige Freunde, die seinen Auftritt sahen, hätten jedoch gefragt, ob er zugenommen habe. Ihnen habe er erklärt, dass man im Fernsehen oft etwas breiter erscheine. Denn zugenommen hat er nicht.

Und das Hochhaus? In der Sendung hatte Lutz für die Zukunft „viel Tolles“ angekündigt. Nach der Sommerpause, die die Informatiker für Wartungs- und Verbesserungsarbeiten genutzt haben, können Besucher bei der Nacht der Wissenschaft am 30. September Texte und Bilder für den Riesenbildschirm programmieren. Und wie sieht es mit neuen Spielen aus? Dass etwas in Vorbereitung ist, gibt Lutz zu. Um was genau es sich dabei handelt, möchte er noch nicht sagen. Nur so viel verrät er: „Denkbar wäre etwa ein Spiel wie ,Hau den Lukas‘, bei dem dann ein Licht das Hochhaus hinaufrast.“

Hier können Sie die Sendung in der Mediathek schauen.

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