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Kämpfer setzt auf Kompromisslösung

MFG 5 Kämpfer setzt auf Kompromisslösung

In Telefonaten mit IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater und DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Hornschu hat Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) am Dienstag nach eigenen Worten die Wogen geglättet.

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Angeblich wurden die Wogen um das MFG-5-Gelände geglättet.

Quelle: Frank Behling

Kiel. In der Debatte um die Zukunft des MFG-5-Geländes scheinen sich die Wogen etwas zu glätten. In Telefonaten mit IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater und DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Hornschu hat Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) am Dienstag nach eigenen Worten die Verlagerung des Tonnenhofes der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in den Plüschowhafen zwar als „alternativlos“ bezeichnet, gleichzeitig jedoch betont, dass beim Thema Kaikante für die Wirtschaft das letzte Wort noch nicht gesprochen sei.

Denkbar sei etwa, dass die Stadt eine Vorratsplanung für eine gewerbliche Umschlagfläche beschließe: „Dann könnten wir schnell reagieren, wenn ein Investor anklopft.“ Mit Vater und Hornschu habe er weitere Gespräche vereinbart, um auch vor Ort die Möglichkeiten für eine Kompromisslösung auszuloten.

 Haus & Grund Kiel sieht in der Entwicklung des ehemaligen Marinefliegergeländes eine große Chance für attraktiven Wohnraum, der in Kiel stark nachgefragt werde. „Bei Gewerbeansiedlungen ist dieser Nachweis nicht ganz so eindeutig geführt“, reagiert Haus & Grund-Geschäftsführer Sönke Bergemann auf die Kritik der Industrie- und Handelskammer an der MFG-Planung. Attraktive Bauflächen könnten, erklärte er, mehr Menschen und vor allem solche mit einem guten Einkommen vom Wohnstandort Kiel überzeugen.

 Rückenwind bekommt die IHK von der CDU-Ratsfraktion. Fraktionschef Stefan Kruber stellt sich hinter die Forderung des Gewerkschaftsbundes und der IHK, die Anbindung zum Wasser für die maritime Wirtschaft vorzuhalten. Die offenen Fragen müssten vor der Grundsatzentscheidung geklärt werden, drängt Kruber jetzt darauf, die Vorlage zur Sondersitzung von Bau-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss am 14. April erst einmal zurückzuziehen. Auch FDP-Fraktionsvorsitzende Christina Musculus-Stahnke kann die Kritik von IHK und DGB nachvollziehen. Der Ball liege jetzt im Feld der Verwaltungsspitze, um nach einem Gespräch mit IHK und DGB die Konfliktpunkte zu entschärfen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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