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MH370-Experten halten an Suchgebiet fest

Trotz Kieler Analyse MH370-Experten halten an Suchgebiet fest

Die Suche nach der verschollenen Malaysia-Airlines-Boeing Flug MH370 geht trotz einer neuen Analyse aus Kiel im bisherigen Suchgebiet weiter. Die australischen Experten seien sicher, dass sie in der richtigen Region suchen, teilte ein Sprecher der Transportsicherheitsbehörde am Mittwoch mit.

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 Forscher des Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung haben mit Computerberechnungen den Weg des gefundenen Wrackteils des Flugzeuges eingegrenzt. Demnach liegt das Absturzgebiet rund 3.500 Kilometer nördlicher als das derzeitige Suchgebiet.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel/Canberra. Die Meeresforscher des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung vermuten das Wrack 3500 Kilometer weiter nördlich, wie sie am Dienstag in Kiel berichteten. Ausgehend von der auf La Réunion gefundenen Flügelklappe des Flugzeugs kamen sie nach einer Computeranalyse der Strömungen im Ozean zu ihrem Ergebnis.

MH370 war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur in Malaysia nach Peking mit 239 Menschen an Bord vom Kurs abgewichen und spurlos verschwunden. Satellitensignale zeigten, dass die Maschine nach der Kursänderung stundenlang weiterflog.

Behördensprecher misst Wrackteilen keinen Änderungsgrund bei

„Unser Suchgebiet basiert auf Satellitenkommunikationsdaten mit dem Flugzeug und der Leistung der Maschine. Diese Daten sind monatelang erschöpfend von Experten analysiert worden“, teilte die Behörde mit. „Wir verlassen uns nicht auf die Entdeckung von angeschwemmten Wrackteilen, um das Suchgebiet zu bestimmen."

Das Wrack wird seit Monaten in einem 120 000 Quadratkilometer großen Korridor rund 2000 Kilometer westlich von Perth an der australischen Westküste gesucht. Geomar hält es für wahrscheinlicher, dass die Maschine weiter nördlich, womöglich vor dem Küsten der indonesischen Inseln Sumatra und Java, abstürzte.

Nach dem Fund der Flügelklappe hätten Wissenschaftler die Strömungen im Indischen Ozean erneut unter die Lupe genommen, teilte die australische Behörde mit. Sie seien zu dem Schluss gekommen, dass ein Wrackteil aus dem Absturzgebiet durchaus in La Réunion angespült worden sein könnte.

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Foto: Die verschollene malaysische Maschine mit der Flugnummer MH370 ist nach neuen Computer-Berechnungen von Kieler Meeresforschern möglicherweise 3 500 Kilometer weiter nördlich als bisher vermutet abgestürzt.

Wissenschaftler vom Kieler Geomar-Institut sorgen weltweit für eine Überraschung: Knapp eineinhalb Jahre nach dem mysteriösen Verschwinden der Passagiermaschine MH370 beeinflussen sie anhand von Strömungsdaten vielleicht schon bald die teuerste Suchaktion in der Geschichte der Luftfahrt.

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