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Der Löffel ist noch längst nicht voll

„Mach Mittag“ Der Löffel ist noch längst nicht voll

Es ist eine auffällige Werbung: Plakate mit prominenten Kielern, Löffeln und dem Slogan „Mach Mittag“. Das Ziel: Spenden zu sammeln, um allen Schulkindern ein warmes Mittagessen zu ermöglichen. Jetzt haben Botschafter der Kampagne und Mitglieder der Stiftung „Bildung macht stark“ einen Förderverein gegründet.

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Machen sich gemeinsam stark für die Spendenkampagne „Mach Mittag“(von links): Daniel Karasek, Oberbürgermeister und Stiftungsschirmherr Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister a.D. Angelika Volquartz, Tatjana Moll und Peter Willer beim Auftakt im Juni im Kieler Rathaus.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Er nennt sich den Mach Mittag e. V.. „Unser Ziel ist es, engagierten Kielern die Möglichkeit zu geben, sich kontinuierlich einzubringen“, erklärt die zweite Vorsitzende, Tatjana Moll, Inhaberin von Optik Moll. Ideen zu eigenen Aktionen seien dabei ebenso willkommen wie regelmäßige Geldspenden. Vor allem dabei sei ein Förderverein von Vorteil: „So sind Lastschriftverfahren möglich.“ Erster Vorsitzender des Mach Mittag e. V. ist der Jurist Jan Murmann, Schatzmeisterin ist Bärbel Boy von der Agentur Boy.

 Kiels frühere Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz, die als Initiatorin der Idee 2008 als erste Spender das Unternehmerehepaar Murmann gewinnen konnte und die Stiftung mitgründete, ist weiterhin Botschafterin, bleibt „das Gesicht“ der Initiative. „Das Bildungspaket des Bundes gibt zwar Kinder aus Familien mit geringen Einkommen beim Schulessen einen Zuschuss, dennoch können viele Eltern den gesetzlich geforderten Eigenanteil von einem Euro pro Tag und Essen nicht aufbringen“, sagt sie. Die Folge: Die Kinder bekommen mittags nichts zu essen.

 Und hier setzt „Mach Mittag“ an. „In Kiel ist jedes dritte Kind von Armut betroffen, besonders kritisch ist die Situation in Gaarden und in Mettenhof“, sagt Angelika Volquartz. Oder in Zahlen: 2400 Kinder in Kiel sind bedürftig. Ziel des Vereins ist es, jedem dieser Kinder die schultäglich warme Mahlzeit zu ermöglichen. „Benötigt werden dafür etwa 300000 Euro pro Jahr“, sagt Tatjana Moll. Doch die Mittagessen für das Jahr 2016 seien noch längst nicht finanziert, derzeit fehlten noch etwa 130000 Euro.

 Da kommen Spenden wie die der BHF Bendfeldt Herrmann Franke Landschaftsarchitekten GmbH aus Kiel wie gerufen. Einen symbolischen Scheck über 2500 Euro überreichte Jens Bendfeldt, einer der drei Gesellschafter, an Angelika Volquartz und Tatjana Moll, die eine besondere Idee hatte: In ihrem Optik-Geschäft an der Holtenauer Straße gibt es ab Freitag (4. Dezember) schöne Geschenkkarten zum Spendenpreis von 20 Euro. „Wer also einen lieben Menschen beschenken möchte, der schon alles hat, was er sich wünscht, kann eine Spende an Mach Mittag schenken. Das Geld kommt zu 100 Prozent den Kindern zugute.“

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