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Der Kieler Stützpunkt wächst wieder

Marine Der Kieler Stützpunkt wächst wieder

Der Marinestützpunkt Kiel wächst wieder. Erstmals seit über 50 Jahren wird ein neues Unterkunftsgebäude für Soldaten in der Wik gebaut. Es ist das erste von vier derartigen Häusern, in denen 360 Wohneinheiten für junge Soldaten eingerichtet werden.

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Richtfest für den ersten Neubau eines Unterkunftsgebäudes im Marinestützpunkt Kiel. Mehr als 80 Millionen Euro werden bis 2020 hier verbaut.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Nach der Ankündigung von Investitionen durch das Verteidigungsministerium ist jetzt die Zeit der Bagger gekommen. Gleich an mehreren Stellen wird  im und am Tirpitzhafen gebaut. „Das ist eine Zäsur für den Marinestützpunkt Kiel“, kündigte Frank Wegner vom Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr am Freitag in Kiel beim ersten Richtfest für ein neues Gebäude an.

Das dreistöckige Gebäude entsteht an der Rostocker Straße neben dem neuen Karrierecenter der Bundeswehr. „Es werden vier derartige Gebäude entstehen, die zusammen 360 Wohneinheiten haben“, so Wegner. Diese Häuser sind für Soldaten, die aufgrund ihres Alters von unter 25 Jahren noch unterkunftspflichtig sind. Bislang waren diese Soldaten an Bord der Schiffe und Boote im Hafen untergebracht. Das ist jetzt nach der neuen Arbeitszeitrichtlinie verboten. Deshalb müssen Soldaten am Abend ihre Einheiten verlassen und an Land schlafen. „Der Neubau dieses ersten Gebäudes mit 81 Unterkünften stellt den Startpunkt für eine umfassende Erneuerung des traditionsreichen Marinestützpunktes Kiel dar“, erklärt Wegner.

Für die Soldaten heißt das: Statt alter Mehrbettstuben mit vier bis sechs Betten gibt es bald Einzelappartements mit eigenem Badezimmer, Fernseher und Kühlschrank. Aber auch drahtloses Internet und Räume für Sport- und Fitness gehören zum Konzept. Die ersten Soldaten sollen zum Jahreswechsel 2018/2019 einziehen.

Das Bauprojekt in Kiel ist einzigartig. „Dieser Neubau ist ein Vorbild. Anhand dieser Baumaßnahme hier in Kiel haben wir eine Leitplanung für Unterkunftsgebäude entwickelt, die auf sämtliche neuen Unterkünfte der Bundeswehr in Schleswig-Holstein übertragen werden kann“, sagt Frank Eisoldt vom landeseigenen Gebäudemanagement (GMSH), die in Schleswig-Holstein für die Bundeswehr die Gebäude baut.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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