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Nach U-Bootfund Erholung in Kiel

NATO besucht Kiel Nach U-Bootfund Erholung in Kiel

Ein multinationaler Nato-Verband hat am Wochenende im Marinestützpunkt Kiel festgemacht. Zuvor hatte ein Miglied des Verbandes ein deutsches U-Boot entdeckt.

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Ein Nato-Verband hat am Wochenende nach Übugen in der Nordsee mit vier Einheiten an der Tirpitzmole festgemacht.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Die rund 120 Soldaten sind mit Minenabwehreinheiten aus Lettland, Norwegen, den Niederlanden und Deutschland gekommen und wollen von Kiel aus am Montag mit Übungen in der Ostsee beginnen. Flaggschiff des Verbandes ist das lettische Minenlege- und Führungsschiff „Virsaitis“ mit dem lettischen Commander Gvido Laudups. Als Minenjäger gehören die „Makkum“ (Niederlande), „Sulzbach-Rosenberg“ (Deutschland) und die „Rauma“ (Raums) zum Verband. Für das Wochenende hat der Verband in Kiel an der Tirpitzmole einen Versorgungsmöglichkeiten- und Erholungsstopp festgemacht. Nach dem Besuch der schwedischen Marine am 7. November ist es der zweite internationale Flottenbesuch in Kiel im November.

Die vier Einheiten hatte zuvor im Englischen Kanal operiert und bis zum 7. November nach Minen aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Dabei machte der niederländische Minenjäger „Makkum“ vor der Normandie auch eine besondere Entdeckung. Etwa 8 Seemeilen vor der Küste bei Kap Barfleur ortete die Crew der „Makkum“ in 61 Metern Wassertiefe ein 50 Meter langes U-Boot-Wrack. Nach dem Abgleich aller Daten und der Unterwasserfotos der bordeigenen Drohnen gab es jetzt Gewissheit. Bei dem U-Boot handelt es sich höchstwahrscheinlich um „UC 69“ der kaiserlichen Marine. Das Boot war am 6. Dezember 1917 nach einer Kollision mit dem in Kiel gebauten U-Boot „U 96“ gesunken. Bei dem Untergang starben elf deutsche Soldaten der Crew.

Hilfe bei Seenotfall

Bei der Fahrt von der Normandie nach Kiel half der Nato-Verband am Mittwoch auch noch bei einem Seenotfall. 18 Seemeilen Nordwestlich von Helgoland war an Bord des dänischen Windpark-Serviceschiffes „World Calima“ ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen. Zusammen mit dem Seenotrettungskreuzer „Hermann Marwede“ leisteten die vier Nato-Einheiten dabei auf See erste Hilfe und unterstützten die Seenotretter beim Abbergen der acht Passagiere der „World Calima“. Die „Sulzbach-Rosenberg“ unterstützte die „Hermann Marwede“ beim Einschleppen des Havaristen nach Helgoland.

In Kiel wurden am Sonnabend an Bord der Schiffe auch gefeiert. Anlass war der 99. Jahrestag der Unabhängigkeit Lettlands. Aus diesem Grund hatten die Besatzungen ihre Einheiten auch ihre Flaggen über die Toppen setzen lassen. 

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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