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Immer weniger Transitflüchtlinge

Markthalle Immer weniger Transitflüchtlinge

Die Zahl der in Kiel Obdach suchenden Transitflüchtlinge Richtung Skandinavien geht weiter stark zurück. In der Nacht zum vergangenen Dienstag waren es nur noch 26, am Wochenende maximal 60. In Spitzenzeiten fanden zuvor mehr als 800 Flüchtlinge Unterschlupf in der ehemaligen Markthalle.

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Gähnende Leere in der Markthalle: Die Zahl der Transitflüchtlinge ist zuletzt drastisch zurückgegangen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel will Sozialdezernent Gerwin Stöcken diese Übernachtungsmöglichkeit zwar weiterhin anbieten. „Aber wenn sich die Zahlen auf diesem niedrigen Niveau stabilisieren, brauchen wir diesen Aufwand nicht länger zu betreiben und können die Markthalle Anfang kommenden Jahres schließen.“ 

So lange will der Dezernent an der dort eingerichteten Infrastruktur mit Sanitär-Einrichtungen, Kleiderkammer oder Essensversorgung erst einmal nichts verändern. „Vor allem über die Weihnachtstage wollen wir auf alles vorbereitet sein.“ Nur für die Helfer ergebe sich jetzt die Möglichkeit, sich von den vielen anstrengenden Einsätzen der vergangenen Wochen zu erholen. Ein Bereitschaftsdienst stehe aber im Fall plötzlich wieder steigender Zahlen zur Verfügung.

"Kiel hilft Flüchtlingen" fordert Alternativen ein

Im „Grundsatz mit den Plänen einverstanden“ zeigt sich die Bürgerinitiative „Kiel hilft Flüchtlingen“, deren Mitglieder sich in den vergangenen Wochen bei der Versorgung der Flüchtlinge in der Markthalle stark engagierten. „So lange aber keine Übernachtungsalternativen zur Markthalle gefunden sind, darf man sie auch nicht schließen“, mahnte der Sprecher der Initiative, Christian Müller. Über solche möglichen Alternativen stimme sich die Bürgerinitiative gerade mit der Stadt ab. Die Stadt sucht derzeit auch das Gespräch mit den Flüchtlingen. „Wir fordern sie auf, entweder nach Schweden weiterzureisen oder in Deutschland Asyl zu beantragen“, betont Stöcken: „Denn falsche Hoffnungen auf einen längeren Aufenthalt in Kiel wollen wir nicht wecken.“ küp

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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