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Massen an Unrat nerven die Anlieger

Hassee Massen an Unrat nerven die Anlieger

Alte Kochtöpfe, eine Mikrowelle, zerrissene Kleidung, kaputte Tische und jede Menge aufgeplatzter Müllsäcke mit Unrat aller Art: Ein schöner Anblick ist die Ladefläche des Anhängers nicht, der inzwischen als Mülllaster im Hasseer Kolonnenweg vor sich hin vegetiert.

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Auf und neben dem Anhänger stapelt sich Müll und zieht damit die Ratten an. Die Polizei sowie das Bürger- und Ordnungsamt sind dabei, den Halter des Anhängers zu ermitteln.

Quelle: Jennifer Ruske

Hassee/Vieburg. Was Ratten und anderes Getier prima finden, stört die Anwohner und Kleingärtner jedoch über alle Maßen. „So kann das nicht weitergehen“, ärgern sie sich.

 Der Kolonnenweg ist auf dem Teilstück östlich des Uhlenkrogs eine ruhige Sackgasse zwischen Autobahn, Kleingärten und Gewerbegrundstücken. Hier ist außer den An- und Abfahrten der Schrebergärtner und den Fahrten zu den Firmen kaum etwas los – und genau diesen Umstand machen sich anscheinend immer öfter Menschen zunutze, die ihre alten Pkw, Anhänger und jede Menge Müll loswerden wollen, erklärt Kleingärtner Rolf T., der seinen Nachnamen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte. Seit rund vier, fünf Monaten hat er die dort abgestellten Fahrzeuge im Blick, die zwar noch Kennzeichen, aber schon lange kein Tüv-Siegel mehr haben. „Es kann doch nicht sein, dass die Halter ihre Autos am Straßenrand einfach abstellen und entsorgen“, ärgert sich der 73-Jährige, der bereits Polizei und Ordnungsamt informiert hat. Denn neben den Fahrzeugen kam immer mehr anderer Müll hinzu, der auf einen Anhänger gekippt wurde – und alles, was nicht auf den Anhänger passt, landet im Grünstreifen daneben. Oder mitten auf der Straße, wie das Plastikfass mit Löchern darin, das die Autofahrer vorsichtig umfahren. „So langsam nimmt das alles die Ausmaße einer Müllhalde an“, ärgert sich der Kleingärtner.

 „Die Verkehrssituation im Kolonnenweg ist uns bekannt“, erklärt Andreas Panizzi, Leiter der Polizeistation Hassee, auf Nachfrage dieser Zeitung. Die Hasseer Beamten des 3. Polizeireviers kontrollieren und beobachten die Situation „auf täglicher Basis“ und geben entsprechende Meldung an die Behörden, so Panizzi weiter. Einige rote Knöllchen für das Abstellen des Fahrzeugs ohne gültige Tüv-Plakette haben die Beamten bereits geschrieben.

 Einen Monat haben die Halter Zeit, ihr Fahrzeug zu entfernen, dann werde durch das Bürger- und Ordnungsamt abgeschleppt, sagt ein Sprecher der Stadt. Der Ermittlungsaufwand zur Feststellung des letzten Eigentümers sei allerdings – gerade bei abgemeldeten Fahrzeugen – in der Regel sehr hoch. Das führe dazu, dass die Betriebshöfe, auf denen die Pkw abgestellt werden, zeitweise vollständig ausgelastet sind.

 Dass die Situation sich in der Stichstraße bald beruhigt und dass mit den Pkw auch der Müll verschwindet, hoffen indes die Kleingärtner. „Der Ärger, dass hier solange nichts passiert ist, ist bei uns groß“, sagt der 73-Jährige. „Andere müssen nur falsch parken und bekommen ein Knöllchen oder werden abgeschleppt.“

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