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1024 neue Wohnungen für Kiel

Masterplan Wohnen 1024 neue Wohnungen für Kiel

Der von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) initiierte Masterplan Wohnen zeigt Wirkung: Mit Baugenehmigungen für 1024 Wohnungen hat die Landeshauptstadt Kiel ihre Zielvorgabe für die Schaffung neuen Wohnraums in diesem Jahr bereits um ein Viertel übertroffen.

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Ungewohnter Blick auf die Nikolaikirche: Das Schlossquartier gehört zu den genehmigten Kieler Großprojekten, die viel neuen Wohnraum schaffen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Angepeilt waren ursprünglich 800 genehmigte Wohneinheiten pro Jahr. Darauf hatten sich alle Akteure der regionalen Wohnungswirtschaft Anfang des Jahres geeinigt. Der sprunghafte Anstieg der geplanten und genehmigten Neubauten ist nach Angaben der Stadt vor allem auf die Großprojekte Schlossquartier, Anscharpark und Edur-Park zurückzuführen.

„Kiel wächst“, stellte Kämpfer am Montag zufrieden fest. „Deswegen bin ich froh, dass wir das Ziel des Masterplans Wohnen so schnell umsetzen konnten.“ Auch Wohnungsdezernent Gerwin Stöcken lobte die steigende Zahl der Wohnungsbauaktivitäten. „Dies ist das beste Mittel zur Stabilisierung der Mietpreise auf dem Wohnungsmarkt.“ Nun wolle sich die Stadt ins Zeug legen, um die Zielzahl auch in den kommenden Jahren zu erreichen. Dabei dankte die Verwaltungsspitze ausdrücklich den Investoren. Die Stadt könne natürlich nur dann Genehmigungen erteilen, wenn auch Anträge vorlägen.

Zusammenarbeit trotz Zwist mit Haus&Grund

„Natürlich freuen wir uns über viele genehmigte Wohnungsprojekte in diesem Jahr, doch viele davon waren sowieso schon lange geplant“, sagte Sönke Bergemann, Geschäftsführer von Haus&Grund. Die Zusammenarbeit mit dem Eigentümerverein hatte wegen der Mietpreisbremse lange geknirscht, auf Bundesebene hat Haus&Grund eine Klage gegen die Mietpreisbremse in Schleswig-Holstein angekündigt. Erst in den nächsten Jahren müsste der Beweis erbracht werden, dass der Masterplan greift. „Dann müssen wir jedes Jahr liefern.“ Ulf Kämpfer und Gerwin Stöcken äußerten sich zuversichtlich, Haus&Grund im Boot zu behalten. „Wir sind weiterhin mit vielen Akteuren der Wohnungswirtschaft konstruktiv im Gespräch, auch und insbesondere mit Haus&Grund.

Viel Lob für die Umsetzung des Masterplans gab es am Montag vom Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). Die Mitgliedsunternehmen des VNW seien dabei lokal orientierte und langfristig verlässliche Partner für die Landeshauptstadt, sagte Verbandsdirektor Andreas Breitner. „Unsere Kieler Mitgliedsunternehmen schaffen ganz aktuell mit über 300 Wohnungen in verschiedenen Neubauprojekten für viele Kieler ein gutes und bezahlbares Zuhause.“ Als Beispiele nannte Breitner Bauvorhaben im Anscharpark, in der Wahlestraße, im Charles-Roß-Ring oder in der Eckernförder Straße. Kiels Bürgermeister Peter Todeskino verwies auf die großen Anstrengungen der städtischen Bau- und Umweltverwaltung, die die Erfüllung des Masterplans möglich machten. Dort sei der Druck zurzeit sehr groß. „Neben den Wohnbauten gibt es ja noch viele andere Projekte, die häufig mit hohem Aufwand bearbeitet werden müssen.“ Dies gelte zum Beispiel für die Flüchtlingsunterkünfte in Kiel, aber auch für die Bauten des Universitätsklinikums sowie private Großprojekte am Bootshafen und am Berliner Platz.

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Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

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