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Der erste von sechs Meilensteinen steht

Masterplan für das UKSH Der erste von sechs Meilensteinen steht

Der Direktor der Klinik für Innere Medizin II, Prof. Michael Kneba, brauchte einen langen Atem. Viele Jahre waren Teile der von ihm geleiteten UKSH-Klinik ins Städtische Krankenhaus Kiel ausquartiert. Im Zuge des UKSH-Großumbaus rücken sie nun zusammen.

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Die Farbe Grün hebt das neue Stationsgebäude hervor. Zur Schlüsselübergabe rückten Ärzte, Bauträger, Architekt und Politiker zusammen (von links): Thorsten Leerhoff (Vamed), Architekt Christian Schmieder, Prof. Michael Kneba, Direktor der Klinik für Innere Medizin II, Till Ebinger (BAM), UKSH-Vorstandsvorsitzender Prof. Jens Scholz, der Dekan der Medizinischen Fakultät der CAU, Prof. Ulrich Stephani, Staatssekretär Rolf Fischer und Kiels Ordnungs- und Finanzdezernent Wolfgang Röttgers.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Am Montag, Knebas 66. Geburtstag, wurde vom Immobilien-Partner des UKSH der Schlüssel für die neue hämatologisch-onkologische Station übergeben, und auch wenn der Direktor Emotionen offensichtlich gut im Zaum hält, war seinen Worten Euphorie zu entnehmen: „Ich glaube, dass auch die Patienten sich freuen werden.“ Zurzeit liegen diese auf der Station B4 in der alten Chirurgischen Klinik. „Über die Ärzte und das Pflegepersonal beklagen sich die Patienten wenig, aber immer wieder über die Räume“, bezeugte Kneba.

 Auf der B4 gebe es zwei Nasszellen, für 21 Patienten stünden zwei Gemeinschaftstoiletten zur Verfügung – „nicht optimal“. Auf der neuen Station hingegen hat jedes der Zweibettzimmer eine barrierefreie Nasszelle mit Dusche und WC. „Wir legen sehr viel Wert darauf, den Patientinnen und Patienten den oft wochenlangen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.“ 40 Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen sowie Patienten mit schweren Gerinnungsstörungen könnten hier stationär behandelt werden. Seit 1. April ist Kneba zwar offiziell pensioniert, hat seinen Vertrag aber um drei Jahre verlängert. „Ohne dieses Gebäude hätte ich das nicht gemacht“, sagte er an die Adresse des UKSH-Vorstandsvorsitzenden Prof. Jens Scholz. Und: „Sie werden es nicht bereuen, dass Sie so viel in uns investiert haben, Herr Scholz.“

 Scholz hob in seinem Grußwort zur Schlüsselübergabe hervor, dass die neue Station voll im Zeitplan des am 30. September 2014 unterschriebenen ÖPP-Vertrages liege. „Das hat geklappt, und darauf bin ich sehr stolz.“ Mit der Fertigstellung der „Übergabeeinheit 5“ sei der erste Meilenstein des Baulichen Masterplans geschafft – der erste von sechs auf dem Campus Kiel. Zehn sind auf dem UKSH-Campus Lübeck zu errichten. „Nur einen kleinen Meilenstein“ nannte Till Ebinger, Geschäftsführer der Immobilien-Partner UKSH GmbH und der Arge UKSH BAM/Vamed (BAM), die Übergabeeinheit 5. Einer Neubaufläche von 1000 plus einer Umbaufläche von 1300 Quadratmetern stehe das große Ganze des Masterplans gegenüber: „Mehr als 70000 Quadratmeter sind fertigzustellen.“ Ebinger betonte, dass Neu- und Umbau unfallfrei über die Bühne gegangen seien. Auf der Baustelle des Zentralklinikums, der Übergabeeinheit 1, habe es dagegen schon einen Unfall gegeben.

 Ab dem 5. September sollen Patienten die helle Station belegen. Architekt Christian Schmieder lenkte den Blick auch auf das Äußere des aus Modulen errichteten Gebäudes, das durch frisches Grün in den Fensterbändern auffällt und mit der noch im Erdgeschoss untergebrachten Notaufnahme und der Ende 2015 eingeweihten Leukämie-Station als bauliche Einheit erscheint. Grün sei auch die Farbe der Medizinischen Fakultät, bekräftigte deren Dekan, Prof. Ulrich Stephani. Die Fakultät hat jüngst je eine Professur für Hämatologie und Onkologie gestiftet. Wissenschaftliche Studien seien essenziell für die Weiter- entwicklung von Therapieverfahren, so Stephani. Im Anschluss an die stationär eingeleitete Therapie kann die Folgetherapie in der niedergelassenen hämatologisch-onko- logischen Praxis oder in der Ambulanz des Karl-Lennert-Krebscentrums Nord des UKSH erfolgen.

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