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Knifflige Knobelaufgaben? Kein Problem!

Mathe-Olympiade Knifflige Knobelaufgaben? Kein Problem!

Es war ein Jubeltag für die Grundschule Holtenau: Mit 40 von 40 möglichen Punkten errechneten sich die Zwillinge Vin und Veit den ersten Platz der Drittklässler bei der Mathe-Olympiade der Grundschulen.

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Belegten mit ihren richtigen Antworten bei der Mathe-Olympiade den dritten Platz: Die beiden Drittklässler Levin und Neo (beide 9) aus der Grundschule Russee.

Quelle: Jennifer Ruske

Kiel. Mit nur zwei Punkten weniger landeten Iliya und Henriette von der Hardenbergschule bei den Viertklässlern auf dem ersten Platz. Doch das sind nur Zahlen. Der Spaß an den Knobelaufgaben stand bei den jungen Mathefans ganz oben.

Knackevoll ist der große Hörsaal an der Uni Kiel am Sonnabend. Genau 90 Schüler der dritten und vierten Klassen aus 22 Grundschulen der Kreise Plön und Kiel wollen sich im Rechnen und Knobeln messen. Angetreten sind nur die besten, die sich bei den Mathe-Wettbewerben ihrer Schule ausgezeichnet haben. Jetzt gilt es, mit Köpfchen den Kreissieger der Klassenstufen zu ermitteln. Wer hier gut abschneidet, darf im Frühjahr seine Schule und seinen Kreis in der Landesrunde der Mathe-Olympiade vertreten. Das ist schon was. Aufgeregter vor dem Start sind aber definitiv die Eltern und Lehrer. „Habt Spaß, genießt die Aufgaben“, ruft Lehrerin Gabriele Pieper (Reventlouschule) ihren Schülern noch schnell zu, bevor die Erwachsenen den Raum verlassen müssen. Jetzt ist Daumen drücken angesagt. „Wir haben zu Hause ein bisschen geübt“, sagt Mutter Bayab Eqbalbanu, deren Sohn Osman (10, Schule am Sonderburger Platz) „die Aufgaben besser versteht als ich“, wie die Mutter lachend zugibt.

 „Die Aufgaben sind auch nicht einfach“, wissen die Organisatoren der Olympiade, Doris Gabelmann-Küppers und Cay Tonner. Es geht nicht ums schnöde Rechnen, sondern die Schüler müssen die fünf Knobelaufgaben verstehen, sich Bilder zu den mathematischen Prozessen vorstellen können, daraus Aufgabenstellungen mit entsprechenden Lösungsstrategien ableiten und die auch noch schlüssig begründen. Es gilt also, um die Ecke zu denken. Nur gut, dass die Schüler in Zweierteams antreten und sich beratschlagen können. „Wenn man zusammenarbeitet, klappt das schon“, finden Marie (9) und Coira (9) aus der Hermann-Löns-Schule. „Erst haben wir die Aufgaben einzeln gelöst, dann hat die andere noch mal drüber geschaut.“ Wenn das Kauen auf den Haarsträhnen und dem Bleistift nicht ausreicht, so hilft der Griff zu Schokolade und Traubenzucker. „Das ist Nervennahrung“, sagen Lina und Michael (beide 9) aus der 4a der Laboer Grundschule.

 Andere haben ihren Glücksbringer dabei. All das scheint zu beflügeln: Nach gut einer Stunde sind die ersten fertig mit den fünf Aufgaben. In der Zeit haben die Eltern noch nicht mal eine Lösung parat. Sie durften sich an den Aufgaben für die Grundschüler aus dem vergangenen Jahr versuchen. „Die sind gar nicht so leicht“, finden die Erwachsenen. Der Applaus der Großen für die erfolgreichen Mathefans ist bei der Siegerehrung danach umso lauter. Vor allem für die ersten Plätze. „Mit 40 von 40 Punkten hat schon lange kein Team mehr die Prüfung bestanden“, freuen sich die Organisatoren sowie Schulrat Stefan Beeg (Kreis Plön), der die Urkunden verteilt. Die ersten bis dritten Plätze vertreten im Frühjahr in Flensburg die Kreise im Landeswettbewerb der Mathe-Olympiade der Grundschulen. Dann heißt es noch mal Kopf anstrengen und Daumen drücken.

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