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Klotüren werden Kunstwerke

Max-Tau-Schule Mettenhof Klotüren werden Kunstwerke

„Voll cool“ ist das Projekt der Abschlussklassen der Max-Tau-Schule in Mettenhof, finden die jüngeren Schüler. Denn mit Farbe und Spraydosen verwandeln die Regionalschüler seit Montag triste Klotüren in Kunstwerke – als Abschiedgeschenk für die nachfolgenden Schüler.

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Unter Anleitung von Kai Indorf sprayt Jenny Bauer (15) ein Graffiti auf die WC-Tür an ihrer Schule. Mit dem Kunstprojekt verabschieden sich die Schulabgänger aus den 9. und 10. Klassen.

Quelle: Jennifer Ruske

Kiel. „Es ist bei uns Tradition, dass die Schüler der Abschlussklassen etwas von sich an der Schule zurücklassen“, erklärt Lehrerin Sabine Friedrichsen. „In der Regel wird der Name oder der Spitzname der Schüler in einem Projekt verewigt“, erklärt die Lehrerin, die mit ihren Kollegen Grit Schmidt und Martin Gogollok die Aktion betreut. In den vergangenen Jahren wurden Namen in Ton gestaltet und in den Fluren aufgehängt oder auf einer selbst gebauten und bunt gemalten Litfaßsäule auf dem Schulhof präsentiert.

Wunsch der Schülervertretung

In dieser Woche setzen die rund 80 Schulabgänger der 9a und 9b und der 10a nun ihr eigenes Kunstprojekt um – sie bemalen acht Toilettentüren mit Graffiti. „Dass wir die WC-Türen der Außengebäude umgestalten, war ein Wunsch der Schülervertretung (SV)“, erzählen die Schüler. Dunkel und trist sahen die Metalltüren aus, besonders sauber und gepflegt waren sie auch nicht. Zeit, etwas daran zu ändern. „Wir mussten erstmal die Türen sauber machen“, erklärt Sabine Friedrichsen. Alleine das war schon ein Akt. Dann aber konnte die Kunstaktion starten. Unterstützung dabei gibt es von Kai Indorf, Pädagoge beim Kinder- und Jugendhilfe Verbund und selbst Graffiti-Künstler, der zahlreiche Farbdosen und Vorlagen mit an die Schule gebracht hat. „Leider hat die Zeit nicht gereicht, dass die Schüler eigene Vorlagen gestalten können“, bedauert der Pädagoge. Doch die Schüler finden es auch so „einfach toll“.

Die Namen bleiben bestehen

„Es macht einfach Spaß, die Bälle und Bücher auf die Türen zu sprayen. Da kann man seiner kreativen Ader mal freien Lauf lassen“, finden Ann-Kathrin Jörs (16), Dilvin Ali Salih (17) und Jenny Bauer (15). „Die Motive passen zur Schule, wie die Bücher, aus denen eine Landschaft auf die Tür fließt.“ Am besten aber finden alle, dass sie ihre Namen in ihre Kunstwerke einbringen dürfen. Mit der Graffiti-Aktion, die bis Ende der Woche dauern soll, ist das Projekt WC-Verschönerung allerdings noch nicht beendet. „Die SV will auch innen weitermachen, zum Beispiel neue Spiegel aufhängen“, erzählt Sabine Friedrichsen. Schüleraufsicht in den Pausen und vielleicht Patenschaften sollen dafür sorgen, dass die Toiletten so schön und sauber bleiben, wie die Abschlussklassen sie jetzt gestalten.

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