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Die große Rolle der kleinen Wirbel im Meer

Mediendom Die große Rolle der kleinen Wirbel im Meer

Schon lange reisen die Besucher des Mediendoms der Fachhochschule Kiel zu den Sternen und den Dinosauriern. Jetzt wird erstmals das Kapitel „Abenteuer Forschung“ aufgeschlagen. Im crossmedialen Projekt „Uhrwerk Ozean“ werden Küstenforscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht bei ihrer Jagd nach kleinen Wirbeln in Meeresströmungen verfolgt.

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Bei „Uhrwerk Ozean“ geht es um kleine Wirbel in Meeresströmungen. Beteiligt sind (v. li.): Prof. Burkard Baschek (Helmholtz-Zentrum Geesthacht), Produzent Ralph Heinsohn, Mediendomdirektor Eduard Thomas, Daniel Opitz (Ocean Mind) und Dr. Torsten Fischer (Helmholtz-Zentrum Gesthacht).

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. Der neunminütige, animierte 360-Grad-Film ist ab Freitag, 11. September, als „Zugabe“ zum Tagesprogramm zu sehen. Die „Wirbeljäger“ des Helmholtz-Zentrums kennen natürlich die Satellitenbilder der globalen Meeresströmungen und mit ihnen eng verzahnten großen Wirbel. Diese riesigen Wassermassen beeinflussen das weltweite Klima und die Biologie der Meere. Dass sich nahe der Oberfläche noch weitere, unzählige kleine Wirbel drehen, blieb den Wissenschaftlern lange verborgen. „Dank besserer Computer wurde dieses Phänomen sichtbar“, sagt Prof. Burhard Baschek. Der Leiter am Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht hat solche Wirbel bereits an der amerikanischen Pazifikküste vor Kalifornien „gejagt“.

Während der Expeditionen arbeiteten die Forscher aus dem All, der Luft und vom Wasser aus. Mit hochempfindlichen Wärmebildkameras spüren sie die Wirbel mit Flugzeugen oder einem Zeppelin auf. Dann fahren sie die Wirbel mit schnellen Booten an und untersuchen mit speziellen Messgeräten die Temperatur und Mikroalgen im Wirbel. Alles muss schnell gehen: Die Wirbel sind nur wenige Kilometer groß und zerfallen innerhalb weniger Stunden. Mit jeder Expedition, sagt Baschek, würden die Wirbelforscher die Dynamik des „Uhrwerks Ozean“ ein besser verstehen.

Mit „Uhrwerk Ozean“ möchte das Helmholtz-Zentrum Geesthacht die Forschung auf diesem Gebiet erlebbar machen und Begeisterung für Wissenschaft wecken. Das ist eindrucksvoll gelungen. „Für mich ist dieses hochwertige Produkt ein Meilenstein in der Popularisierung aktueller Wissenschaft“, sagt Mediendomdirektor Eduard Thomas. Es sei gelungen, die Faszination Wissenschaft für Laien sichtbar zu machen.

Der Film wurde von der Kieler Firma Ocean Mind produziert. Maßgeblich war der Hamburger Produzent Ralph Heinsohn, der bereits eine Reihe von Mediendom-Produktionen realisiert hat. Begleitend zu dem Fulldome-Film gibt die populärwissenschaftliche Website (www.uhrwerk-ozean.de) mit einer sogenannten Parallax-Navigation Hintergrundinformationen zum Film. Sequenzen können heruntergeladen und mit Hilfe eines Smartphones auf Virtual-Reality-Brillen betrachtet werden. „Uhrwerk Ozean“ wird auch beim Naturfilmfestival in Eckernförde gezeigt.

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