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Mehr Einbrüche im Osten

Kriminalstatistik Mehr Einbrüche im Osten

Die Entwicklung der angezeigten Straftaten 2015 ist in Ellerbek und Wellingdorf im Vergleich zu 2014 rückläufig. Gunnar Röbsch, Leiter der Polizeistation Dietrichsdorf, wies darauf hin, dass die Statistik aber nur die Straftaten enthalte, die tatsächlich angezeigt worden sind. Das sei lediglich ein Viertel aller begangenen Straftaten.

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Der Ortsbeirat fordert seit langem eine Querungshilfe über die vierspurige Wischstraße (Höhe Altenteichstraße), um den Übergang zum Discounter zu ermöglichen.

Quelle: Volker Rebehn

Ellerbek/Wellingdorf. Das erklärte Röbsch bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik für die beiden Stadtteile in der Sitzung des Ortsbeirates Ellerbek/Wellingdorf. Die Polizeistation Dietrichsdorf ist zuständig für insgesamt 26186 Einwohner in Neumühlen-Dietrichsdorf, Oppendorf, Ellerbek und Wellingdorf.

Das Auffälligste an dem Zahlenwerk: Während in Neumühlen-Dietrichsdorf die Zahl der bekannt gewordenen Fälle im Vergleichszeitraum von 779 auf 896 gestiegen ist (plus 15 Prozent), wurden für Ellerbek und Wellingdorf deutlich weniger Delikte registriert. In Wellingdorf, wo 8010 Einwohner leben (Stand 31. Dezember 2015), sanken die Zahlen von 699 auf 630 (minus 9,9 Prozent). In Ellerbek (6003 Einwohner) betrug der Rückgang sogar 11,4 Prozent (von 448 auf 397). Zum Vergleich: Während die Zahlen im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeistation von 1926 auf 1923 (0,2 Prozent) leicht zurückgegangen sind, kletterten sie für den Bereich der Landeshauptstadt von 24380 auf 26078 (7 Prozent).

Der Hauptkommissar zeigte sich erfreut über die hohen Aufklärungsquoten in beiden Stadtteilen zusammen bei Delikten wie Raub (53,8 Prozent), gefährlichen und schweren Körperverletzungen (88 Prozent) sowie einfachen Körperverletzungen (93,9 Prozent). Einer der Gründe: Bei Körperverletzungen oder Schlägereien könnten die Beteiligten, etwa wenn es sich um häusliche Gewalt handele, meist schnell ermittelt werden. „Nicht so schön sind dagegen die Quoten bei den Einbrüchen“, meinte Röbsch weiter. „Eine Renaissance“ hätten es bei Einbrüchen in Keller und Böden sowie in Kraftfahrzeuge gegeben. Erstere sind von 33 auf 51 (54,5 Prozent), letztere von 45 auf 85 (89 Prozent) gestiegen. Das Problem bei den Kellereinbrüchen: Keiner der Fälle konnte aufgeklärt werden. „Diese Räume sind meistens schlecht gesichert, Diebe haben ein leichtes Spiel“, sagte Röbsch. Anwohner sollten deshalb ihre Häuser im Blick haben. Insgesamt konnten in Wellingdorf 44,8 Prozent aller Fälle aufgeklärt werden. In Ellerbek waren es lediglich 42,8 Prozent, im gesamten Stationsbereich 49,2 Prozent. „Wir haben insgesamt eine unauffällige Entwicklung in beiden Stadtteilen“, bilanzierte der Stationsleiter.

Sicherheit durch eine Querungshilfe wünschen sich die Stadtteilbewohner seit langem für das Passieren der vierspurigen Wischhofstraße an der Einmündung zur Altenteichstraße. Das Erreichen des Discounters und des Awo-Servicehauses ist vor allem für ältere Menschen problematisch. „Man muss immer Angst haben, von Autofahrern auf die Hörner genommen zu werden“, erzählte eine ältere Frau. Nachdem der Ortsbeirat am Mittwoch überrascht feststellte, dass dieses Vorhaben aus einer städtischen Prioritätenliste für Baumaßnahmen verschwunden ist, erklärte die Stadt auf Anfrage, dass die Querungshilfe nach jetzigem Planungsstand 2017 umgesetzt werden soll. Dafür sind bereits 160000 Euro in den Haushalt 2016 eingestellt worden.

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