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Mehr Einsätze für die FFW Russee

Jahreshauptversammlung Mehr Einsätze für die FFW Russee

Die Freiwillige Feuerwehr Russee hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Die Wehr, die zu den größten freiwilligen Ortswehren Kiels gehört, hatte 2015 so viele Einsätze wie schon lange nicht mehr. Laut Arne Beeck hat sich die Zahl der Alarmierungen fast verdreifacht: von 56 im Vorjahr auf 150 im Jahr 2015.

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Die Feuerwehr Russee wurde im Jahr 2015 zu 150 Einsätzen gerufen.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Der Wehrführer zog auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend Bilanz. Die Zahl der Brandeinsätze stieg 2015 von 48 auf 87. „Das Jahr hat uns echt gefordert“, sagte Beeck. Insgesamt leisteten die 73 ehrenamtlichen Einsatzkräfte im vergangenen Jahr 14767 Stunden Dienst. „Das entspricht in etwa sieben Vollzeitstellen“, sagte Beeck. Beim Blick in die Einsatzstatistik gab es in fast allen Bereichen Zuwächse. Einzig die Einsätze durch Wetterschäden blieben auf dem Vorjahresniveau.   

Bei der Ausstattung gibt es für die Russeer Wehr in diesem Jahr deshalb Verstärkung. Ein neues Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz wird kommen. Zu den Einsatzschwerpunkten in der zweiten Jahreshälfte gehörte auch die Versorgung von Flüchtlingen. Gleich mehrmals musste die Wehr zur Versorgung von ankommenden Flüchtlingen im Ostseekai und dem C&A-Gebäude eingesetzt werden. Ein dickes Lob für die hohe Einsatzbereitschaft gab es von Stadtwehrführer Bernhard Hassenstein und den stellvertretenden Amtsleiter der Berufsfeuerwehr, Ulrich Hackenberg. Das Jahr 2015 habe gezeigt, dass viele altbewährte Strukturen ihre Notwendigkeit haben. Nur so sei es möglich gewesen, Herausforderungen - wie etwa bei der Hilfe für die Flüchtlinge - bewältigen zu können, so Hackenberg.   

Der starke Anstieg der Einsätze der Russeer Wehr ist kein Einzelfall in Kiel. Alle zehn Kieler Ortswehren und die Berufsfeuerwehr hatten 2015 ein hartes Jahr zu überstehen. „Es war das einsatzstärkste Jahr seit Bestehen des Stadtfeuerwehrverbandes“, sagte Hassenstein. Die Zahl der Alarmierungen der Feuerwehr stieg in Kiel von 330 im Jahr 2014 auf 750 im vergangenen Jahr. „Wir sind an die Grenzen gekommen, was eine ehrenamtliche Feuerwehr leisten kann“, sagte der Stadtwehrführer.  

„Die Feuerwehr ist ein wichtiger Bestandteil unserer Sicherheit“, sagte die Ratsfrau und stellvertretende Stadtpräsidentin Dagmar Hirdes (Grüne) und sagte die Unterstützung der Ratsversammlung zu.  Die hohe Einsatzbereitschaft sei auch ein Ergebnis der Motivation, so Hassenstein.

Stadtwehrführer Hassenstein lobte besonders die hohe Zahl der Atemschutzträger in  Russee. 2015 konnte die Wehr die geforderte Quote von 50 Prozent locker überspringen. 38 der 73 Mitglieder der Einsatzabteilung waren als Atemschutzgeräteträger im Einsatz. Damit konnte die Zahl um zwölf Mitglieder gegenüber 2014 gesteigert werden. „Wir sind da auch wirklich am Ball und versuchen alles, um die Zahl der Atemschutzträger so hoch wie möglich zu halten“, sagte Björn Beeck, der stellvertretende Wehrführer.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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