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Verdächtiger weist sich in Fachklinik ein

Mehrfacher Missbrauch Verdächtiger weist sich in Fachklinik ein

Wendung im Fall des 40-jährigen Mannes, der in bis zu 30 Fällen die Kinder seiner Lebensgefährtin sexuell zum Teil schwer missbraucht haben soll. Nach KN-online-Informationen soll sich der Beschuldigte am Sonntag selbst in eine psychiatrische Fachklinik in Heiligenhafen eingewiesen haben.

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Der Verdächtige soll sich nach KN-Informationen noch am Sonntag selbst eingewiesen haben.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Kiel. Auf Nachfrage wollte sich der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler zu dem „schwebenden Verfahren“ nicht äußern. Wie aus Ermittlungskreisen verlautet, sollen Beamte der Polizei am Freitag vergangener Woche den Mann für eine sogenannte Gefährderansprache aufgesucht haben. Zuvor war eine rechtliche Frist abgelaufen, in der sich der 40-Jährige aus Gaarden der Wohnung seiner Lebensgefährtin und den Kindern nicht mehr nähern durfte.

Zunächst kein Haftbefehl – dann anderes Ergebnis

Im Zuge der Ermittlungen hatten Kripo und Staatsanwaltschaft ihre Einschätzung über den geständigen Verdächtigen offenbar geändert. Hieß es zunächst, die Behörden hätten nach Bekanntwerden der Vorwürfe auf den Antrag auf einen Haftbefehl verzichtet, kamen die Fahnder nach Abschluss der Vernehmungen nun zu einem anderen Ergebnis. Nach KN-Informationen hatte die Staatsanwaltschaft noch am Freitag vergangener Woche beim Amtsgericht Kiel versucht, einen Haftantrag zu erwirken. Dies soll der zuständige Amtsrichter allerdings abgelehnt haben. Eine Entscheidung, gegen die die Strafbehörde Beschwerde eingelegt und das Landgericht angerufen haben soll. Äußern wollte sich Oberstaatsanwalt Bieler allerdings zu diesem Aspekt nicht.

Vergangenen Freitag hatte die Staatsanwaltschaft Informationen unserer Zeitung bestätigt, dass bereits seit Ende März gegen einen 40-Jährigen wegen mehrfachen sexuellen Missbrauchs ermittelt werde. Die betroffenen Kinder hatten sich ihrer Mutter offenbart. Diese hatte daraufhin ihren Freund aus der gemeinsamen Wohnung verwiesen und die Polizei alarmiert. In Vernehmungen hatte der Beschuldigte die Übergriffe eingeräumt und bestätigt, pädophile Neigungen zu besitzen. „Der Beschuldigte ist therapiewillig und kooperativ“, hatte Oberstaatsanwalt Bieler gesagt. Gerüchte, nach denen sich der Verdächtige auch an einem Kleinkind vergangen haben soll, dementierte der Ermittler. bas

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Kein Haftbefehl
Foto: Der Fall sei laut Oberstaatsanwalt Bieler nicht vergleichbar mit dem 30-Jährigen, der Anfang des Jahres zwei kleine Mädchen im Stadtteil Gaarden sexuell missbraucht hatte.

Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 40-jährigen Mann, der mehrere Kinder seiner Lebensgefährtin sexuell missbraucht haben soll. Obwohl der Verdächtige pädophile Neigungen gegenüber der Polizei eingeräumt hat, verzichten die Behörden bislang auf einen Antrag auf Haftbefehl.

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