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Kieler Werften bewerben sich um Marine-Auftrag

Mehrzweckkampfschiffe Kieler Werften bewerben sich um Marine-Auftrag

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Marinerüstung reformieren. Der erste Schritt ist eingeleitet. Die Beschaffung von bis zu sechs neuen Mehrzweckkampfschiffen des Typs MKS180 mit einem Auftragsvolumen von rund vier Milliarden Euro erfolgt in einer europaweiten Ausschreibung - bis nach Kiel.

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Ursula von der Leyen geht in der Beschaffung neue Wege.

Quelle: dpa

Bonn/Kiel. Nach Informationen von KN-online sind mehrere Werften zur ersten Sondierungsrunde gekommen. Aus Deutschland beteiligen sich Lürssen (Bremen/Wolgast), ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) und German Naval Yards (beide Kiel). Aber auch Werften aus Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden sollen Interesse haben. „Wichtig ist, dass diese Schiffe nach deutschen Standards und Vorschriften gebaut werden“, sagt Ingo Gädechens, CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Verteidigungsausschuss. Das bedeutet praktisch, dass sich ausländische Bieter deutsche Partner suchen müssen. Die europaweite Ausschreibung sehen die Gewerkschafter kritisch. „Solange es in Europa keine Bedingungen auf Augenhöhe gibt, halten wir nichts davon.

 Ein Teil der Marinewerften sind Staatswerften, was aus unserer Sicht zu einer Wettbewerbsverzerrung führt“, sagt Ernst-August Kiel, Betriebsratsvorsitzender bei TKMS. Die IG Metall hat deshalb in einem Brief an die Führung des Verteidigungsministeriums faire Wettbewerbsbedingungen eingefordert. „Sollten derartige Aufträge in Zukunft an ausländische Werften vergeben werden, geht der deutschen Werftindustrie wichtiges Knowhow verloren“, mahnte Hans Christoph Atzpodien, Vorstandschef Industrial Solutions der ThyssenKrupp AG kürzlich.

 In der jetzt veröffentlichten Ausschreibung wird der Bauzeitraum für die ersten vier Schiffe der neuen Klasse fest umrissen. Auftragsvergabe soll am 14. August 2018 sein. Das erste Schiff soll 2023 abgeliefert werden. Das letzte Schiff muss am 31. Dezember 2026 in Fahrt kommen.

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Foto: Der Neubau und die Wartung von U-Booten ist Kerngeschäft der Kieler Werft TKMS. Zuletzt war im Juli das U-Boot „Arpao“ für Portugal nach einer Grundüberholung ausgeliefert worden. Für neue Aufträge soll die Werft bis 2020 ausgebaut werden.

Es läuft rund im Schiffbau – jedenfalls dort, wo Kreuzfahrt- und Kriegschiffe gebaut werden. Wegen voller Auftragsbücher will ThyssenKrupp jetzt 50 Millionen in den Ausbau seiner Kieler Werft investieren.

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