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Kunst an Bord steht hoch im Kurs

Letzte Chance für Fotowettbewerb Kunst an Bord steht hoch im Kurs

Wenn Jonas Kötz entspannt, dann sitzt er in seinem Atelier auf der Elbinsel Krautsand und genießt den Blick auf Schiffe. „Mit Kreuzfahrten hatte ich aber noch nie etwas am Hut“, sagt der Künstler. Doch dann passierte es. Die Reederei wählte seine Holzskulpturen für die „Mein Schiff 4“ aus.

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Jonas Kötz von der Elbinsel Krautsand ist für seine aus Eichenholz geschnittenen Figuren mit Knubbelnasen bekannt. Sie stehen überall auf dem Schiff.

Quelle: Frank Behling

Kiel. „Die Vorstellung, etwas zu schaffen, was da dann an meinem Zuhause vorbeifährt, war für mich einfach sehr reizvoll“, sagte Kötz jetzt. Der 1965 geborene Künstler hat auf der „Mein Schiff 4“ ganze Gänge und Decks mit seinen Skulpturen verziert. Die Kunst ist an Bord des 295 Meter langen Schiffes sehr breit vertreten.

Vom Baupreis (rund 400 Millionen Euro) für das Schiff hat die Reederei daher auch gut drei Millionen Euro für Kunstwerke abgezweigt. „Kunst ist vielfältig und individuell zugleich. So wie unser Schiff“, sagte Wybcke Meier, die Chefin der Reederei. So kamen auf die 15 Decks der „Mein Schiff 4“ nicht nur edle Stoffe und Materialien in Kabinen, Wellness-Oasen und Restaurants, sondern auch 6000 Kunstwerke. „Es wurde hier versucht, tausend Schattierungen der Farbe Blau zu zeigen“, sagt Alexander Sairally, der als renommierter Kunsthistoriker die Reederei beriet. „Die Farbe Blau steht symbolisch für Sehnsucht, Ferne und Unendlichkeit“, so Sairally.

Der absolute Hingucker steht hoch oben auf dem Sportsdeck. Dort hat die „Sea Pink“ ihren Platz gefunden. Die 2011 von dem Schweizer Künstler Marc Moser kreierte Brille mit den rosaroten Gläsern stand die letzten drei Jahre am Stand der dänischen Stadt Aarhus. Eine bunte Farbwelle aus Acryl-Lack hat der in Oslo lebende Künstler Marius Martinussen auf Deck vier vor dem Restaurant geschaffen. Die Wellenfarben sind zu einer begehbaren Installation zusammengeführt worden. Der Künstler hat die Installation mit Spachteln geschaffen. Mit einer Menge Sprühdosen hat Mirko Reisser, Künstlername Daim, sich auf einem Durchgang auf Deck 4 verewigt. Die Hamburger Graffiti-Legende ist auch an vielen Bauwerken in Hamburg präsent.

Ganz ohne Farbe kommt Jennifer Maestre aus. Die Südafrikanerin hat aus Tausenden Blei- und Buntstiften Skulpturen geschaffen, die sie mit Fäden zu filigranen Werken zusammenfügt. Sie tragen, wie auf dem Meer üblich, die Namen Seestern, Qualle und Anemone.

Die „Mein Schiff 4“ hat am Montag ihren zweiten Besuch in Kiel absolviert. Am Dienstag wird der Neubau wieder von 7 bis 19 Uhr am Ostseekai liegen. KN-Leser haben dann noch einmal die Chance, von dem Schiff ihr Lieblingsfoto zu machen und sich damit beim Fotowettbewerb „Mein Schiff 4 in Kiel“ zu bewerben. Jeder Teilnehmer kann sich mit einem Foto (Maximalgröße 2,5 MB) bis Mittwochabend unter der E-Mail-Adresse lokalredaktion@kieler-nachrichten.de bewerben. Hauptpreis ist eine Balkonkabine für die Jungfernfahrt für zwei Personen.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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