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25-Jähriger muss vier Jahre in Haft

Messerstich in Kiel 25-Jähriger muss vier Jahre in Haft

Nach einem tödlichen Messerstich muss ein 25-jähriger Angeklagter aus Kiel vier Jahre ins Gefängnis. Das Kieler Landgericht verurteilte den Angeklagten am Donnerstag wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge in minder schwerem Fall.

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Das Urteil lautet: Vier Jahre Haft für den Angeklagten.

Quelle: dpa

Kiel. Der Mann hatte das Opfer, einen Freund, in dessen Kieler Wohnung Ende März mit nur einem Stich getötet. Er sei ohne eigenes Verschulden zu der Tat hingerissen worden, sagte der Vorsitzende Richter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Zu dem Verbrechen kam es bei einem Treffen der beiden Männer mit der Verlobten des Angeklagten und einer weiteren Frau, die das Opfer kennenlernen sollte. Beide Männer gerieten in Streit, weil sich der 37-jährige Freund betrunken haben und zunehmend aggressiv geworden sein soll. Dabei kam es nach Feststellungen des Gerichts zu dem tödlichen Stich in die Seite des Opfers.

Die Strafkammer ging von einer Spontantat aus. Strafmildernd bewertete sie, dass der Angeklagte dem Freund nach dem Stich gleich helfen wollte und nicht vorbestraft sei. Der Mann saß seit der Tat in Untersuchungshaft. Da Fluchtgefahr bestehe, blieb der Haftbefehl in Kraft. Opfer und Täter stammen aus Marroko. Der 25-Jährige müsse jetzt mit seiner Abschiebung rechnen, hieß es. Der Verteidiger hatte Freispruch beantragt, der Staatsanwalt wollte sechs Jahre Haft. Er rückte im Verfahren vom Vorwurf des Totschlags ab.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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