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Ein ganz neuer Blick auf den Stadtteil

Mettenhof-Film Ein ganz neuer Blick auf den Stadtteil

Laien mit keiner oder wenig Dreh-Erfahrung setzen in dem inklusiven Projekt der Gesellschaft für soziale Hilfen in Norddeutschland (GSHN) ihren Stadtteil filmisch in Szene. „Wir in Mettenhof“ heißt der Streifen, der im Juni gezeigt werden soll.

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Dreh auf der Skate-Anlage in Mettenhof: Marcel (23, links) und Nils (36) filmen die Skater bei ihren Sprüngen.

Quelle: Jennifer Ruske

Mettenhof.  „Ruhe, Aufnahme – die Kamera läuft“: Es sieht schon fast professionell aus, wenn die Filmteams in Mettenhof ihrer „Arbeit“ nachgehen. Dabei sind es allesamt Laien mit keiner oder wenig Dreh-Erfahrung, die in dem inklusiven Projekt der Gesellschaft für soziale Hilfen in Norddeutschland (GSHN) ihren Stadtteil filmisch in Szene setzen. „Wir in Mettenhof“ heißt der Streifen, der im Juni gezeigt werden soll.

 Rasante Abfahrten und tolle Sprünge präsentieren die Jugendlichen auf der Skater-Anlage in Mettenhof. Teilweise sind sie so schnell, dass Nils (36) und Marcel (23) kaum mit der Kamera hinterher kommen. „Kannst Du noch mal starten“, tönt der Ruf – und John (22), der Dritte im Team „Skater-Dreh-Team“ legt erneut los. „Wir wollen zeigen, welche Freizeitmöglichkeiten der Stadtteil für junge Menschen bietet“, erklären die drei Nachwuchsfilmer. Und weil das so viele sind, haben sie ihren Fokus aufs Skaten gelegt. Einiges haben die Drei schon rund um die Anlage herausgefunden. Dass der Träger das Jugendbüro Mettenhof ist, aber dass die Jugendlichen vom Skater-Team als Paten ihre Anlage in Schuss halten. „Das ist schon etwas Besonderes“, finden sie und zücken wieder die Kamera: „Die Bilder müssen wir in den Kasten bekommen, bevor es wieder regnet.“

 Nicht nur dieses Dreierteam, sondern insgesamt zwölf Aktive sind seit Februar dabei, die verschiedenen Facetten des Lebens in Mettenhof mit der Kamera festzuhalten. „Unsere integrative Gruppe entdeckt ihren Stadtteil gerade neu“, erklärt GSHN-Sozialpädagogin Lena Draheim. „Was wir filmen, hat die Gruppe festgelegt. In kleinen Drehteams sind sie in den vergangenen Wochen losgezogen, um Bilder aufzunehmen und Menschen zu interviewen“, erzählt sie weiter. Drei, vielleicht auch vier verschiedene Filme wird es am Ende zu sehen geben, fertig geschnitten und vertont. Dazu sollen sich die Teams noch Moderationen ausdenken, mit denen sie am Ende bei einer Sendung im Offenen Kanal Kiel, ihren Film ankündigen. „Doch so weit sind wir noch nicht“, sagt Anita Kammerer, Medienpädagogin beim OKK, die die Teams in die Technik des Filmens und des Schneidens einweist. Der Umgang mit dem Computer ist für Mario und Hanni Goerke vertraut, schließlich betreiben sie ein Internetradio, das sie im Mettenhof-Film vorstellen wollen. „Doch die einzelnen Szenen passend zusammen zu schneiden ist wieder etwas Neues“, sagt die Mettenhoferin, fasziniert von der Technik. Ende Mai sollen alle Vorarbeiten erledigt sein, Anfang Juni der Film dann im Offenen Kanal gezeigt werden.

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