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Mettenhof Sie helfen Schülern bei Problemen

„Back to school“ heißt das Erfolgsprojekt in Mettenhof, das sich seit 2012 jener Jugendlicher annimmt, die die Schule schwänzen. Seit diesem Frühjahr kümmert sich ein neues Team um die Mettenhofer Schüler, ihre Probleme und Ängste.

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Ein neues Team für das Erfolgsprojekt „Back to school“: Martin Ruppert und Annette von Glahn kümmern sich unter anderem mit Freizeitaktionen wie Videodreh und Fußball um die Schulschwänzer im Stadtteil.

Quelle: Jennifer Ruske

Mettenhof. Annette von Glahn und Martin Ruppert setzen bei ihrer Arbeit vor allem auf Prävention, damit Probleme nicht riesengroß werden. Die ersten Arbeitsmonate der Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin sowie des Diplom-Sozialpädagogen bestanden aus Einarbeiten, Kontakte knüpfen und vor allem Vertrauensaufbau. „Während die Lehrer der beiden am Projekt beteiligten Schulen – der Max-Tau- und der Leif-Eriksson-Schule – uns mit offenen Armen empfangen haben, mussten wir bei den Kindern und Jugendlichen natürlich erst mal Vertrauensarbeit leisten“, erklärten die Fachleute. Ihre Jobs sind bei der Straßensozialarbeit im Jugendbüro Mettenhof (Träger: Christlicher Verein) angesiedelt.

 Wie die Kollegen dort gehen sie auf die Straße, besuchen Plätze und Freizeitmöglichkeiten, aber auch Schulhöfe, um mit den Kindern ab Klasse fünf und Jugendlichen zu sprechen, die den Lehrern durch Stören des Unterrichts oder lange Fehlzeiten aufgefallen sind. „Wir versuchen im Gespräch mit den Kindern und Jugendlichen, herauszufinden, warum jemand die Schule schwänzt.“ Denn in vielen Fällen steckt keine „Null-Bock-auf-Penne-Einstellung“ dahinter, sondern schwerwiegende Probleme, soziale Unsicherheiten, ADHS, Depressionen, Ängste, Mobbing oder auch nicht erkannte Lernschwächen.

 „Der Schüler kam im Unterricht nicht mehr mit, es fehlten die Erfolge – und das mündete im Schuleschwänzen“, nennt Ruppert einen Beispielfall. Das zu erkennen, ist Aufgabe der beiden „Back to School“-Mitarbeiter – die in diesem Fall Kontakte zu entsprechenden Fachleuten hergestellt haben und dem Schüler helfen konnten. „Unser Vorteil ist, dass wir als Externe, die weder mit Schule noch mit dem Elternhaus etwas zu tun haben, leichter Zugang zu den Jugendlichen finden. Dabei helfen auch unsere Freizeit- und Ferienangebote wie die Fußballgruppe“, sagt Ruppert. Dennoch sind oftmals Monate nötig, bis sich die Betroffenen öffnen. „In manchen Fällen reicht aber auch ein Gespräch mit den Eltern.“

 Das Projekt zeigte bereits in den ersten Jahren gute Erfolge, und auch Martin Ruppert und Annette von Glahn freuen sich über positive Resonanz auf ihre Arbeit. Doch das von der Stadt finanzierte Projekt ist nur bei Ende 2015 bewilligt. „Wir hoffen sehr, dass wir weitermachen können – denn die Jugendlichen dürfen nicht aufgegeben werden.“

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