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Mettenhof ist ein grüner Stadtteil

Serie Mettenhof ist ein grüner Stadtteil

Die Anwohner des Kieler Stadtteil Mettenhofs finden Erholung in der Natur direkt vor der Haustür. Es sprießt auf Balkonen, in Gärten und Anlagen.

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Auf Tour durch das grüne Mettenhof (von links): Brigitte Bledau, Marita Buhrmann und Heidi Helms walken regelmäßig durch den Stadtteil und gern auch durch den Natur- und Erlebnisraum Heidenberger Teich.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Es dauert nicht mehr lange, dann beginnt er wieder: Der Schubkarren-Parcours zur Grünabfallsammlung des ABK. Den Termin haben viele Mettenhofer fest im Kalender eingeplant. Denn der Stadtteil besteht mitnichten nur aus (Hoch-)Häusern, sondern auch aus Gärten, Hecken, Rasen, Bäumen, Spielwiesen, Sportanlagen, Gewässern, Wanderwegen und mehr. Um es kurz zu machen: Mettenhof ist grün.

 „Der eigene Garten war für uns vor 30 Jahren der Grund, aus der Innenstadt nach Mettenhof, raus ins Grüne zu ziehen“, erinnern sich Marita und Rüdiger Buhrmann. Die 150 Quadratmeter Natur hinter dem Reihenhaus auf dem Heidenberg bot (und bietet) Platz für die Kinder, fürs Gemüse und für die Erholung. „Auch wenn der Garten natürlich Arbeit macht, und Natur eben auch Nacktschnecken im Salat und Rehe in den Vorgärten bedeutet.“ Dabei ist der Garten überschaubar. Rund 1000 Quadratmeter umfassen die Einfamilienhaus-Grundstücke rund um den Jütlandring. „Wir sind im November 1967 hier eingezogen“, erzählen die Bewohner Helga und Helmut Bartz. Nicht nur der bezahlbare Wohnraum lockte, sondern auch der Garten, der Platz bot „für unserer sechs Kinder, für Gemüse und für ein paar Kleintiere“. Es geht im Stadtteil aber auch kleiner und grün: Ihren Balkon in der Helsinkistraße haben Angelika Zühlke und Frank Wohlert in eine blühende Oase verwandelt. Es gibt kaum einen Zentimeter ohne reich bepflanzte Blumenkästen und farbenprächtige Töpfe.

 Nötig wäre die Balkon-Verschönerungsaktion nicht, denn von vielen Balkonen und aus vielen (Hochhaus-)Fenstern schaut man auf weite Landschaft: „Auf Felder, Bäume, aufs Domänental und sogar bis zum Kanal“, schwärmen Angelika Zühlke sowie Irmgard und Jörg Häber, die nicht nur den tollen Blick, sondern auch die „wunderbaren Spaziermöglichkeiten“ loben. „Das ist das Schöne an Mettenhof: Man muss nicht erst mit dem Auto irgendwo hinfahren, um Erholung oder Sport im Grünen zu genießen, man geht einfach aus der Haustür“, finden Heidi Helms (63) und Brigitte Bledau (65), die mit Marita Buhrmann (65) im Stadtteil walken. Mal wandert das Trio auf dem Drammenweg rund um Mettenhof, mal durchqueren sie den Wikingerbummel mit seiner Baumallee und vielen Spielplätzen inmitten der Wohnquartiere, mal geht es über kleine Fußwege zum Astrid-Lindgren-Weg und durch die Kleingartenanlage und mal eben auch um den Heidenberger Teich. Der wurde ab 2010 – zur Freude der Mettenhofer – zu einem Natur- und Erlebnisraum umgebaut. „Die eine Wiese dient als Hundeauslauffläche, andere Rasenflächen laden zum Sitzen, Entspannen und Grillen ein, auf den Sportplätzen treffen sich Jugendliche und Senioren zum Training.“

 Auf dem Teich lässt der Schiffsmodellbauclub seine Boote schwimmen, neugierig beäugt von Möwen, Gänsen und Entenfamilien. „Das Wasser des Teichs ist sicher nicht das sauberste, aber über die Enten und Gänse freuen sich immer die kleinen Kinder“, sagen die Walkerinnen. Aber auch den Größeren gefällt der Stadtteil: „Mettenhof ist richtig grün“, finden Omar (12) und Ahmed (14). Man muss nur vor die Tür gehen und kann joggen, radfahren, Fußball spielen oder mit den Kumpels abhängen. Doch die üppig blühende und wachsende Natur hat auch ihre Schattenseiten: Das Grün erfordert hat viel Pflege – von Gartenbesitzern, Wohnungsbaugenossenschaften bis hin zur Kommune. Aber auch von den Nutzern, findet Hundehalterin Elke Neumann. „Es wäre toll, wenn alle mithelfen würden, das grüne Mettenhof zu erhalten.“

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