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Meyer setzt auf Ehrlichkeit

OB-Kandidatur Meyer setzt auf Ehrlichkeit

In den nächsten Wochen will Oberbürgermeisterkandidat Gert Meyer (CDU) in seiner Geburtsstadt Kiel sehr präsent sein und mit den Menschen in Kontakt treten. Im Wahlkampf will er nur versprechen, was er auch einhalten kann.

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Gert Meyer (CDU), Kieler Oberbürgermeister-Kandidat für die Wahl am 28. Oktober 2012.

Quelle: vr

Kiel. „Sie wollen mich kennenlernen? Gerne! Kochen Sie den Kaffee, ich bringe den Kuchen mit.“ Gert Meyer (41) kann bei seinem Wahlkampf als Oberbürgermeisterkandidat der CDU nicht nur auf seine Frau Sigrid (43) und den gemeinsamen Sohn Justus (7) bauen, sondern auch auf seine Schwiegermutter. „Die backt sehr gut“, sagte er am Freitag bei der Vorstellung seiner Kampagne. In den nächsten Wochen will der gebürtige Kieler auf Wochenmärkten und in der Holstenstraße präsent sein – und eine Menge Hausbesuche absolvieren.

Mit seiner Kampagne unter dem Motto „Kompetenz für Kiel wählen“ setzt der ehemalige Dezernent für Finanzen und Kultur bewusst auf eindeutige Prioritäten: In den Mittelpunkt stellt er den Erhalt und Ausbau von Schulen, Kindergärten, Sportanlagen und Entwässerungsanlagen. Investitionen wie den Bau einer Stadtregiopnalbahn oder eines „Wasserbeckens zwischen Kleinem Kiel und Bottshafen“ seien aktuell nicht finanzierbar.

„Ich kenne jede Menge Leute, die ohnehin kaum noch etwas glauben, was ihnen Politiker versprechen, wenn angeblich alles gleich wichtig ist“, sagte Meyer am Freitag. Als ehemaliger Kieler Kämmerer habe er sechs Haushalte aufgestellt und sich immer wieder gefragt, wie die Stadt nötige Investitionen finanzieren soll. „Ich setze auf Ehrlichkeit und verspreche den Kielern nur das, was ich am Ende auch einhalten kann.“

Der Ausbau der Betreuungsangebote für unter Dreijährige gehöre dazu, weil eine Quote von 35 Prozent für eine Stadt wie Kiel nicht ausreichen werde. Wirtschaftspolitik will er wieder zur Chefsache machen. Und Kiel brauche dringend ein neues, nach modernen Gesichtspunkten geplantes Zentralbad an der Hörn – das sei zwar 17 Millionen Euro teuer „Aber schon allein für den Schulsport ist es unverzichtbar.“ Oper und Theater sichert er Planungssicherheit zu. „Und gemeinsam mit privaten Investoren möchte ich einen neuen beziehungsweise modernisierten Konzertsaal erreichen.“ Kultur sei für Kiel ein wichtiger Standortfaktor.

Zugegeben, die Frage ist böse: Braucht Kiel einen netten Schwiegersohn? Gert Meyer lacht. „Da müssen Sie meine Schwiegermutter fragen.“

Gert Meyer ist unter Tel. 0431/803939 erreichbar. www.gert-meyer.de

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Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

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