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Jede Menge Minen entdeckt und geräumt

Minenjagdboot "Bad Bevensen" Jede Menge Minen entdeckt und geräumt

Der Sommer kann für die Marine kommen. Mit nur einer Ausnahme sind alle in Kiel stationierten Einheiten von ihren Auslandseinsätzen zurück. Am Dienstag kehrte das Minenjagdboot „Bad Bevensen“ in den Tipritzhafen heim.

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Nach der Rückkehr des Minenjagdbootes „Bad Bevensen“ freute sich Korvettenkapitän Axel Hänisch, seinen Sohn Finn am Tirpitzhafen auf den Arm nehmen zu können.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Das Boot war fünf Monate als deutscher Beitrag für den Nato-Minenabwehreinsatzverband 2 abgestellt. Im Laufe dieser Zeit nahm das Boot an fünf großen Manövern zwischen Schottland und Kreta teil. Kommandant Axel Hänisch (35) musste mit seiner Crew dabei nicht nur Minen suchen. „Die Besatzung hat sich auch sehr gut als Führungsplattform des Verbandes bewährt, das ist schon eine Herausforderung. Eigentlich ist so ein Minenjagdboot ja nicht dafür ausgelegt“, sagte Fregattenkapitän Axel Schrader, Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders, lobend.

 Als die „Bad Bevensen“ im Februar in La Coruna zu dem Verband stieß, hatte noch Italien die Führung. Doch dann gab es einen Engpass bei der Nachbesetzung der Führungsposition. Ergebnis: Kommandant Hänisch wurde kurzfristig Verbandskommandeur – bis zur Sommerpause. „Es war eine sehr schöne Erfahrung“, sagte Hänisch. Boot und Besatzung hätten diese Herausforderung gut gemeistert. Ein Höhepunkt der fünfmonatigen Einsatzfahrt sei eine gemeinsame Übungsphase mit dem anderen Minenabwehrverband der Nato, der SNMCMG1, gewesen, die sehr ergiebig gewesen sei. So haben die Einheiten eine große Anzahl alter Minen aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und unschädlich gemacht. In dem zweiten Verband war das Kieler Minensuchboot „Auerbach“, das vor wenigen Tagen ebenfalls nach Kiel zurückkehrte.

 Nach der Sommerpause werden „Auerbach“ und „Bad Bevensen“ durch die Kieler Minenjagdboote „Weilheim“ und „Bad Rappenau“ ersetzt, die dann bis Dezember unter dem Kommando des Nato-Hauptquartiers Northwood (London) fahren werden. Die Besetzung der Nato-Verbände mit Booten aus Kiel ist bereits bis 2017 durchgeplant. Mittelfristig wird die Zahl der Minenabwehreinheiten in Kiel von heute 16 auf dann zehn Boote sinken. Drei dieser zehn Boote sollen zu Lenkfahrzeugen für Räumdrohnen des Typs „Seehund“ umgerüstet werden. Mit diesen zehn Booten soll das 3. Minensuchgeschwader in Kiel dann auf absehbare Zeit auskommen. Das 5. Minensuchgeschwader wird im Rahmen der Reform demnächst zum 1. Unterstützungsgeschwader umgetauft und Heimat der sechs Tender werden. Zu diesem Geschwader gehört auch der Tender „Werra“, der als einzige größere Kieler Einheit in diesem Jahr keine Sommerpause bekommt. Er bleibt bei der Seenotrettung im Mittelmeer.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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