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Verdächtiger „fantasierte“ in seiner Zelle

Missbrauchsfälle Gaarden Verdächtiger „fantasierte“ in seiner Zelle

Der 30-Jährige, der zwei kleine Mädchen im Stadtteil Gaarden sexuell missbraucht haben soll, ist nach Informationen unserer Zeitung aufgrund von Wahnvorstellungen aus der Untersuchungshaft in die Forensische Psychiatrie nach Neustadt (Kreis Ostholstein) verlegt worden.

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 Im Kieler Stadtteil Gaarden kam es zu zwei Missbrauchsfällen.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Offiziell will Oberstaatsanwalt Axel Bieler nur von „Auffälligkeiten“ sprechen, die zu der Verlegung geführt hätten. Nach KN-Informationen soll der 30-Jährige in der U-Haft fantasiert haben. Auf Initiative der Anstaltsärzte sei der Verdächtige nach Neustadt gebracht worden. Dort ist der Mann zurzeit auf der geschlossenen Abteilung untergebracht. Mit dem von der Staatsanwaltschaft eingeforderten medizinischen Gutachten zur Schuldfähigkeit habe die Verlegung nichts zu tun gehabt, so Bieler. Er bestätigt, dass es sich um eine „akute medizinische Maßnahme“ gehandelt habe.

In Kiel Gaarden wurde eine Siebenjährige verschleppt und missbraucht. Hier sehen Sie Bilder von der Schule.

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Pikant: Die Mutter des 30-Jährigen hatte gegenüber den Kieler Nachrichten angegeben, bereits Ende 2015 ähnliche Verhaltensauffälligkeiten bei ihrem Sohn beobachtet zu haben. Er habe nach Absetzen seiner Medikamente „plötzlich Stimmen gehört, Selbstgespräche geführt“, berichtete die Frau. Ihre Sorge offenbarte sie erstmals Anfang Januar gegenüber dem Gesundheitsamt und Ärzten.

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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+++ Newsticker +++
Foto: Pressekonferenz im Kieler Rathaus: Pressesprecherin Annette Wiese-Krukowska und Kiels Stadtrat Gerwin Stöcken.

Die Missbrauchsfälle in Kiel-Gaarden haben bundesweit für Entsetzen gesorgt. Erst am Mittwoch äußerte sich die Mutter des mutmaßlichen Täters. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegenüber den Behörden. Kiels Stadtrat Gerwin Stöcken will ab 16.30 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz weitere Informationen über die Betreuung des mutmaßlichen Täters im Sozialpsychiatrischen Dienst Kiel geben. Verfolgen Sie hier das Geschehen im Rathaus.

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