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Das Hörnbad ist schon fast dicht

Mit Bildergalerie und interaktiver Karte Das Hörnbad ist schon fast dicht

Das wohl komplexeste Bauprojekt in der Landeshauptstadt nimmt immer mehr Form an. Deutlich sind schon die Becken des Sport- und Freizeitbades an der Hörn zu erkennen. Emsig wird im Untergeschoss an der Haustechnik gewerkelt. Die Eröffnung soll im Sommer 2017 stattfinden.

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Die Arbeiten sind im Plan, das Hörnbad wird im Sommer 2017 fertig.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel.  Nur Fachleute verstehen den sogenannten Summenplan. In dieser großen Zeichnung sind die einzelnen Rohre und Leitung für Wasser, Strom, Lüftung und Heizung zusammengefasst. Die wie ein abstraktes Kunstwerk aussehende Karte hängt im Untergeschoss an der Wand und zeigt, was hier alles noch verbaut werden muss – aber schon jetzt kann man sich den Kopf stoßen. „Die großen Lüftungsanlagen wurden in Einzelteilen angeliefert sind schon montiert“, sagt Axel Scheel, Projektleiter bei der städtischen Immobilienwirtschaft. An der Decke hängen bereits hunderte Meter Rohre und Kabel. Die Wasserleitungen haben schon die erste Bewährungsprobe hinter sich: Vor einigen Wochen wurden das Freizeit- und das Eltern-Kindbecken mit Wasser gefüllt, um die Dichtigkeit des Betons zu prüfen. „Wir sind zufrieden, alles hat dicht gehalten“, erzählt Scheel.

Unter den einzelnen Becken stehen die sogenannten Überlaufbecken, in denen das Wasser gereinigt wird und wieder zurück in den Kreislauf gepumpt wird, um möglichst wenig Wasser zu verbrauchen. Auch dieser Test ging reibungslos über die Bühne. Etwa ein mal im Jahr soll das Wasser der einzelnen Becken ausgetauscht werden. „Da es dann durch die aufwendige Filtertechnik fast Trinkwasserqualität hat, können wir es in den Vollrathsbach leiten, der in die Förde entwässert“, sagt Scheel. Nur zur Laichzeit der Hering ist das den Betreibern des Bades nicht gestattet, weil die Auswirkungen auf die Fische noch nicht ausreichend bekannt sind. Das Abwasser aus den Duschen und Toiletten fließt in die Kanalisation.

Hier finden Sie Bilder vom Bau des Hörnbades

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Die moderne Technik im Untergeschoss nimmt etwa ein Drittel des Bades ein. Über eine Treppe vor der Parkplatzanlage mit etwa 200 Stellplätzen gelangen die Besucher ins Foyer mit Kassenbereich, einem Verkaufsladen und dem Bistro. Links und rechts davon sind die Umkleiden, durch die der Badegast in den eigentlichen Schwimmbereich kommt. Freizeit, Eltern- und Kind- sowie das Lehrschwimmbecken sollen etwa auf 28 Grad beheizt werden. In dem 50 Meter langen Sportbecken mit Sprungturm sind nur 24 Grad – schließlich soll man sich dort warm schwimmen. Für die Wasserrutsche gibt es noch ein eigenes Auffangbecken. Auf dem Dach entsteht der Wellnessbereich mit vier Saunen, Whirlpool sowie Tauchbecken und eine Terrasse, die vor neugierigen Blicken aus den oberen Stockwerken der Agentur für Arbeit genau gegenüber abgeschirmt wird. 

Auch der Außenbereich wird aufgewertet. Auf den Gelände des Bades entsteht eine Liegewiesen mit einem kleineren Freibad, das nicht beheizt wird. Das eingewachsene Gewässer an der Adolf-Westphal-Straße  will die Stadt mit einer Treppenanlage zum Sitzen ähnlich wie am Bootshafen hübsch machen. Auch der Weg zwischen Bad und Teich wird neu angelegt. Der Gebäudekomplex wird in weiß und grau gehalten. Da die gesamte Fläche an der Hörn sehr begrenzt ist, könnte die Anlage nicht problemlos erweitert werden – das würde zu Lasten der Parkplätze gehen. „Wir denken aber sowieso, dass viele Besucher mit dem Bus kommen, weil die Gablenzstraße von der KVG sehr gut bedient wird“, sagt Scheel.

Die Eintrittspreise stehen noch nicht fest. Die Betreiber denken über drei Tarife nach: Am wenigsten zahlt, wer nur im Sportbecken schwimmt. Teurer wird es, wenn Freizeitbereich oder sogar noch Sauna mit genutzt werden. Nach derzeitigem Stand bekommen die Besucher ein Armband mit Chip, auf das Speisen und Getränke gebucht werden können. „Die Arbeiten sind voll im Plan, derzeit sind etwa 50 Fachkräfte verschiedener Gewerke auf der Baustelle“, sagt Scheel. Im August werden die Wände für das Sportbecken in Fertigbauteilen geliefert. Mitte September soll das Richtfest stattfinden – bis dahin muss das Dach sitzen.

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