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Mit zwei Bussen Richtung Hansapark

Jugendbüro Mettenhof Mit zwei Bussen Richtung Hansapark

„Langeweile? Nicht mit uns“: Das ist auch in diesem Jahr das Motto der Ferienfahrten des Jugendbüros Mettenhof. Seit 2010 bieten die Straßensozialarbeiter Fahrten für die ganze Familie an. Und die werden im finanziell nicht immer gut aufgestellten Mettenhof gern angenommen.

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„Hansapark ist cool“: Vor allem die Kinder jubeln. Sie können es kaum erwarten, dass die Tour des Jugendbüros startet.

Quelle: Jennifer Ruske

Mettenhof. Ermöglicht werden die Ferientouren durch die Unterstützung der Wohnungswirtschaft im Stadtteil.

 „Wann fahren wir endlich ab“, will Mina-Marie (8) von ihrer Mutter Sylvia Jenns wissen. Die Aufregung bei den Kindern am Treffpunkt Bürgerhaus ist groß. Heute geht es in den Hansapark. Ein paar Minuten muss sie sich allerdings noch gedulden – und die nutzt die Mettenhoferin, um mit ihren Freunden Paulina (6), Fiona (10) und Calvin (8) zu überlegen, was sie wohl als erstes fahren sollen, „Loopingbahn oder vielleicht doch Wildwasserbahn“. Solch aufgeregte Diskussionen hört man in der großen Menschentraube vor dem Bürgerhaus überall. „Das ist toll zu sehen und zu hören, dass sich die Familien – egal aus welchem Kulturkreis sie stammen – so auf den Tag freuen“, sagen Susanne Wendt und Gisbert Ehler vom Jugendbüro, die die Fahrten organisieren. „Besonders die Tour zum Hansapark ist für die Familien immer ein Highlight“, sagt Ehler. „Davon schwärmen die Kinder hinterher noch lange. Für viele ist es das schönste Ferienerlebnis gewesen.“ Um das in diesem Jahr möglichst vielen Menschen zu bieten, hat das Jugendbüro in diesem Jahr – zum ersten Mal überhaupt – gleich zwei Busse für insgesamt 100 Personen gechartert. „Schon im März hatten wir die ersten Anmeldungen“, sagt Susanne Wendt.

 Seit 2010 organisiert das Jugendbüro Fahrten für Familien und Kinder aus dem Stadtteil. „Die Kinder und Jugendlichen haben danach gefragt“, sagt Ehler. Zwar biete die Stadt mit dem Ferienpass ein tolles Angebot für den Nachwuchs, doch die Hürde, in die Innenstadt zu fahren und sich anzumelden, ist für viele Mettenhofer zu hoch, die Busfahrt für kinderreiche Familien zu teuer. „Zudem wollten die Jugendlichen gern etwas gemeinsam mit Eltern und Geschwistern unternehmen. Denn viele von ihnen haben nicht das Geld, im Sommer als Familie zu verreisen.“ So ist die Idee zu den Familienfahrten entstanden.

 Die Fahrten werden kostengünstig angeboten, damit die ganze Familie mit kann. Die Tolk-Schau wird besucht, die Karl-May-Spiele stehen auf dem Programm und eben der Hansapark. „Komplett selbst bezahlen können wir die Fahrten aus unserem Etat allerdings nicht“, sagt Dipl.-Sozialpädagoge Ehler. Er ist dankbar für die finanzielle Unterstützung der Grundstücksverwaltung Thesaurus, der Wohnungsgenossenschaft Esbjergweg, der Oslo GmbH & Co. KG, der Buwog Group und der Vonovia. „Wir würden sehr gern noch mehr Fahrten anbieten, zum Beispiel ins Miniaturwunderland, in den Wildpark Eekholt oder zu Hagenbeck, aber dafür fehlen uns einfach die Mittel“, bedauert Susanne Wendt. „Zumal auch die Preise für Busse und Eintritt steigen“, hofft sie auf weitere Unterstützung. Über die würden sich nicht nur die Familien freuen, sondern auch viele andere Mettenhofer. „Wir hatten schon Anfragen von einer autolosen Seniorin, ob sie auch ohne Kinder zu Karl May mitfahren darf“, sagt die Dipl.-Sozialpädagogin, die versucht, vieles möglich zu machen. Die Seniorin hatte Glück. „Ein Platz war noch frei – und wir hatten eine glückliche Person mehr im Bus.“

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