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Kommt das Seniorenticket im Januar?

Modellprojekt der Stadt Kommt das Seniorenticket im Januar?

Seit mehr als zwei Jahren drängen Seniorenbeirat und Politik auf die Einführung eines Seniorentickets in Kiel. Das scheint jetzt als Alleingang der Stadt zum Greifen nah. Geht alles nach Plan, könnte die Generation 65 + ab Januar 2017 Monatskarten für den Bus zu einem Viertel günstiger als bisher kaufen.

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Können Senioren bald ein günstigeres Ticket in Kiel nutzen?

Quelle: Frank Peter (Archiv)

Kiel. Sowohl SPD, Grüne und SSW wie auch der Seniorenbeirat hatten immer wieder auf eine landesweite Lösung gedrängt. Der Verkehrsverbund Nah-SH will zwar die Machbarkeit durch eine landesweite Erhebung ab Herbst 2016 ausloten, nannte aber keinen verbindlichen Zeitpunkt für eine mögliche Einführung. Das war für die Stadt der Grund, jetzt selbst loszulegen, um einen entsprechenden Ratsbeschluss vom März 2016 umzusetzen. Nach Angaben von Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) werden nach der Zustimmung der Ratsversammlung im Herbst, die als sicher gilt, erste Schritte vorbereitet. So wolle man sich mit der Politik und dem Seniorenbeirat abstimmen, wie das Produkt „tatsächlich ausgestattet“ werden soll, heißt es in Kämpfers Mitteilung, die nächste Woche dem Wirtschaftsauschuss vorliegt.

 Nach dem mit breiter Mehrheit getragenen Ratsbeschluss sollen Kieler ab 65 Jahren statt bisher 48,75 Euro für das Monatsticket Preisstufe II im Jahresabo künftig 36,50 Euro zahlen. Die Differenz von 147 Euro pro Jahr pro abgeschlossenem Seniorenfahrschein müsste die Stadt allein stemmen, wobei der Zuschuss nach dem Regional-Schlüssel für alle Fahreinnahmen ausgerechnet wird. Denn von den Beträgen Kiels profitieren auch ältere Busfahrgäste aus dem Kreis Rendsburg/Eckernförde, da ein Monatsticket (entspricht der Zone 4000 inklusive Schilksee) auch etwa in Kronshagen gilt.

 Geklärt werden muss auch, wie die Idee von Benjamin Raschke (SPD), Lutz Oschmann (Grüne) und Marcel Schmidt (SSW), über Sperrfristen steuernd einzugreifen, konkret aussehen könnte. Um zusätzliche Fahrten in Stoßzeiten zu vermeiden, sollten nach Vorschlag des Ratsbündnisses werktags Sperrfristen von 6 bis 9 Uhr morgens und zwischen 16 und 19 Uhr gelten. Benjamin Raschke vermutet, dass auf die Sperrfrist nachmittags verzichtet werden könnte: „Morgens, wenn die Busse zur Universität und Schulen fahren, kommen wir nicht umhin.“ Sonntags entfallen die Beschränkungen. „Wir gehen davon aus, dass sich das Ticket durch die Neukunden für die Stadt rechnet“, ist der SPD-Fraktionsvize überzeugt. Von etwa 45000 Älteren in Kiel nutzen bisher etwa nur 3000 die Monatskarte. Sollte die Refinanzierung des Rabatts durch den Verkauf zusätzlicher Tickets wider Erwarten nicht funktionieren, greift die Notbremse automatisch: Nach zwei Jahren müsste sich Kiel dann wieder vom Seniorenticket verabschieden.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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