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Kommt die Räumung für die Besetzer?

Möbel-Kraft-Gelände Kommt die Räumung für die Besetzer?

Für die Besetzer auf dem Möbel-Kraft-Gelände läuft es auf eine Konfrontation hinaus: Sie haben am Dienstag noch einmal bekräftigt, das Gelände nicht verlassen zu wollen. Im Rathaus sieht man in der Wagengruppe „keinen Verhandlungspartner“. Möbel Kraft hat eine einstweilige Verfügung beantragt.

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Die Wagengruppe Schlagloch weigert sich, das künftige Möbel-Kraft-Gelände zu verlassen. Die Stadt weigert sich, weiter zu verhandeln.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. So habe es zwar ein kurzes Gespräch mit Vertretern der Stadt gegeben, sagte eine Bewohnerin der Wagengruppe am Dienstagabend: „Wir sehen aber keine Möglichkeit, von hier zu verschwinden – weil wir nicht wissen, wohin.“ Damit bekräftigten die Aktivisten noch einmal eine Stellungnahme, in der sie zuvor formuliert hatten, ihre Aktion „nicht als Erpressung“ zu sehen. Vielmehr seien die Forderungen nach mehr Teilhabe und Unterstützung alternativer Wohnprojekte Ausdruck von Kritik an der Politik. Viele Unterstützer gäben ihnen recht.

Möbel Kraft ist juristisch aktiv

„Der Oberbürgermeister hatte seine Bedingung klar formuliert“, sagte dagegen Stadt-Sprecherin Annette Wiese-Krukowska. Ulf Kämpfer hatte am Freitag betont, gerne weiter mit den Besetzern zu sprechen, sofern diese das Gelände verließen. „So sind die Besetzer kein Verhandlungspartner für uns“, sagte Wiese-Krukowska. Wie Ralph Göttsche, Vertreter von Möbel Kraft, erläuterte, habe der Anwalt des Unternehmens am Dienstag Antrag auf eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Kiel eingereicht. Wie schnell es nun zu weiteren juristischen Schritten komme, hänge vom Gericht ab.

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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