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Das sind die diesjährigen Preisträger

Kieler Weltwirtschaftlicher Preis Das sind die diesjährigen Preisträger

Der Weltwirtschaftliche Preis geht an Friede Springer, Mario Monti (Foto) und Oliver E. Williamson. Die Unternehmerin, der frühere EU-Kommissar und der Ökonom werden als „Wanderer zwischen Welten“ geehrt.

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Der Weltwirtschaftliche Preis geht an die Friede Springer, Mario Monti (Foto) und Oliver E. Williamson.

Quelle: dpa

Kiel. Die Träger des Weltwirtschaftlichen Preises 2016 stehen fest. Friede Springer, Mario Monti und Oliver E. Williamson werden den Preis am ersten Sonntag der Kieler Woche entgegennehmen, teilten Institut für Weltwirtschaft (IfW), die Stadt Kiel und die IHK Schleswig-Holstein am Dienstag mit.

Der mittlerweile zum zwölften Mal verliehene Preis solle einen Anstoß geben, „die großen weltwirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen“. Als „Vordenker einer weltoffenen, marktwirtschaftlichen und sozialen Gesellschaft“ werden Freide Springer, Mario Monti und Oliver E. Williamson geehrt. „Alle unsere Preisträger waren mutig genug eine sehr komfortable Situation aufzugeben, um ihre Kraft und ihre Tugenden, teilweise auch gegen große Widerstände, in den Dienst einer größeren Sache zu stellen“, sagte IfW-Präsident Dennis Snower zur diesjährigen Auswahl. „Alle drei haben sich in ihrer neuen Rolle um eine freie und eigenverantwortliche Gesellschaft mit gemeinsamen, sozialen Werten verdient gemacht und damit der Lösung globaler Probleme einen fruchtbaren Boden bereitet“, so Snower weiter.

Friede Springer, nominiert in der Kategorie Wirtschaft, habe nach dem Tod ihres Mannes mit beispielloser Disziplin und Ausdauer den Springer Verlag aus der Krise, hinein ins neue Medienzeitalter geführt. „Sie fühlte sich dem Wohlergehen ihrer Mitarbeiter genauso verpflichtet wie einer an den Grundwerten der Freiheit und des Friedens ausgerichteten Berichterstattung“, sagte der Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein und zugleich Präsident der IHK zu Kiel, Klaus-Hinrich Vater.

Den in der Kategorie Politik nominierten Mario Monti lobte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer als streitbaren Geist und politischen Visionär. „Als international angesehener Wirtschaftsprofessor wagte er den Gang in die Praxis und zeigte in Brüssel mächtigen Konzernen ihre Grenzen, zum Wohle für alle Verbraucher. Gegen viele Widerstände hat er in seinem Heimatland wichtige Reformen eingeleitet und trat von Anfang an mit viel Verve für die europäische Idee ein. Das ist heute wichtiger denn je.“

Oliver E. Williamson, nominiert in der Kategorie Wissenschaft, habe eine sichere Position als Ingenieur aufgegeben, um in gleich drei wissenschaftlichen Disziplinen forschen zu können. „Mit seinen Erkenntnissen über Transaktionskosten und Unternehmensfusionen trug er maßgeblich zu einer neuen Wettbewerbspolitik bei“, sagte Snower. Dank ihm haben wir heute eine wesentlich effektivere Regulierung, die der gesamten Gesellschaft zum Vorteil gereicht. Er habe sich außerdem um den Dialog zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen verdient gemacht und so wichtige Forschungen ermöglicht.

Die Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises findet am Sonntag, 19. Juni, während der Kieler Woche im Haus der Wirtschaft in Kiel statt. Alle Preisträger werden persönlich erwartet. Die Festrede hält Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.

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