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„Cap San Diego“ kommt nach Kiel

Museumsschiff „Cap San Diego“ kommt nach Kiel

Dem Kieler Hafen steht ein Wochenende mit maritimen Höhepunkten ins Haus. Am Sonnabend und Sonntag sind gleich mehrere weißen Kolosse zu Gast. Den Anfang macht am Sonnabend der Anlauf von gleich vier Kreuzfahrtschiffen.

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Nicht nur drei Aida-Schiffe, sondern auch das größte voll fahrtüchtige Museumsschiff „Cap San Diego“ läuft am Wochenende in der Förde ein.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Tags drauf kommt dann das legendäre Hamburger Museumsschiff „Cap San Diego“ in die Förde. Es soll durch den Kanal nach Kiel fahren. Gegen 18 Uhr wird das schneeweiße Schiff am Seefischmarkt festmachen.

Das auch als „weißer Schwan des Südatlantiks“ bekannte Schiff wird dann bis Freitag in Kiel zu bestaunen sein. Der 159 Meter lange Frachter ist das größte aktive Handelsschiff, das noch immer fährt. Um seine Unterhaltung zu finanzieren, unternimmt das Schiff Reisen, bei denen auch Passagiere mitfahren können. Die Fahrten auf der „Cap San Diego“ sind laut Veranstalter ein ganz besonderes Erlebnis, denn die Passagiere erhalten dabei auch Einblicke in die Schiffstechnik von gestern und heute. Die „Cap San Diego“ startet am Freitag von ihrem Liegeplatz in Hamburg zur Reise nach Kiel. Sie ist in drei Etappen aufgeteilt. Der erste Abschnitt führt nach Cuxhaven. Von dort geht es Sonnabend nach Rendsburg und am Sonntag weiter nach Kiel.

Von Montag bis Donnerstag ist der größte fahrtüchtige Museumsfrachter der Welt von 10 bis 18 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt fünf Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder. Die jungen Besucher können in der Funkbude ihr erstes „Funker-Zeugnis“ erwerben, indem sie ihren Namen einmal morsen. Auch die legendäre Poolbar an Bord des Frachters hat während des Kiel-Besuchs geöffnet.

Die „Cap San Diego“ ist das letzte noch erhaltene Schiff einer Serie von sechs schnellen Stückgutfrachtern, die 1961 und 1962 auf deutschen Werften für die Reederei Hamburg Süd gebaut wurden. Bis Ende 1981 fuhr sie nach Südamerika und wurde 1986 kurz vor ihrer Verschrottung vom Hamburger Senat erworben. Seitdem liegt der elegante Frachter an der Hamburger Überseebrücke. Nach dem Besuch in Kiel fährt das Schiff am 5. August wieder nach Hamburg zurück. Auch für die drei Abschnitte auf der Rückreise sind wieder Passagiere an Bord willkommen. Informationen dazu gibt es unter Tel. 040/364209.

Schon bevor die „Cap San Diego“ am Sonntag nach Kiel kommt, gibt es am Sonnabend in Kiel einen Ansturm der Kreuzfahrer. Zwischen 7 und 8 Uhr werden die Schiffe „MSC Musica“, „Aidaluna“, „Aidavita“ und „Aidaaura“ nahezu zeitgleich Kiel ansteuern. „Es ist das erste Mal, dass in Kiel drei Schiffe von Aida zusammen einlaufen. Das ist schon eine Besonderheit“, sagt Martina Reuter von der Rostocker Reederei. Mit den vier Schiffen werden in Kiel mehr als zehntausend Kreuzfahrtpassagiere an einem Tag aus- und eingeschifft. Der Seehafen Kiel hat für die Abfertigung der „Aidaaura“ den Sartorikai als Kreuzfahrtliegeplatz in Betrieb genommen. Die Passagiere werden über den Schwedenkai abgefertigt. Gegen 18 Uhr sollen alle vier Schiffe den Hafen wieder zusammen verlassen.

Die beiden Tage nutzt auch der Kieler Dampftonnenleger „Bussard“ für Sonderfahrten mit Fahrgästen. Die 1905 gebaute „Bussard“ wird am Sonntag auch der „Cap San Diego“ entgegenfahren. Infos und Tickets unter Tel. 0431/555587.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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