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Brückenschlag in die Wirtschaft

Muthesius-Förderbescheid Brückenschlag in die Wirtschaft

Die Kieler Muthesius Kunsthochschule hat es geschafft, mit 2,8 Millionen Euro die bisher höchste Geldspritze ihrer Geschichte für ein Projekt zu bekommen, um Kunst- und Gestaltungskompetenz in Unternehmen, aber auch in Stadtquartiere zu tragen.

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Bettina Möhring mit ihren Studenten.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Die einzige Kunsthochschule des Landes und jüngste in Deutschland (500 Studierende) hat bereits vor zehn Jahren begonnen, sich mit externen Kooperationspartnern über Wissen und Methoden auszutauschen.

So entstanden zusammen mit Spitzenforschern des Exzellenzclusters „Zukunft Ozean“ zahlreiche Ausstellungen, Filme, Neuentwicklungen für die Wissenschaftskommunikation, studentische Projekte und vor kurzem ein Katalog. Es folgten weitere Kooperationen, wie etwa im Rahmen des Clusters in der Entzündungsforschung, im Interreg-Projekt „Hanc“, in dem die Fragestellung war, wie ältere Menschen motiviert werden können, ein aktives und gesundes Leben zu führen und ein Symposium zusammen mit dänischen Partnern, dem Wissenschaftszentrum und der Fachhochschule Kiel über die Verbindung von Wissenstransfer und Design.

Trotz der ungewöhnlichen und guten Netzwerke der Kunsthochschule findet Vizepräsidentin und Industrie-Design-Professorin Bettina Möllring, dass die „Mu“ noch nicht „so sichtbar ist, wie wir uns das wünschen. Wir brauchen mehr Wind unter den Flügeln.“ Sie gehörte zu den ersten, die die Idee für eine Plattform des Wissenstransfers zwischen Hochschulen, Firmen und Gesellschaft unbedingt umsetzen wollte. Kein leichtes Unterfangen: „Normalerweise liegt es ja nicht unbedingt auf der Hand, dass eine Kunsthochschule ein Vorhaben im Wirtschaftsministerium vorstellt.“ Doch die Idee kam an.

Es handele sich um einen Schlüssel für Innovationen, um eine Wirtschaftsförderung, damit neue Unternehmen und neue Geschäftsmodelle entstehen könnten, zeigte sich Kurt Christoph von Knobelsdorff, der Wirtschaftsminister Reinhard Meyer vertrat, beeindruckt und verwies auf wirtschaftlich erfolgreiche „Design Thinking“-Modelle in den USA.

„Wir freuen uns riesig, dass die Erkenntnisse der Muthesius Kunsthochschule verstärkt in Wirtschaft und Gesellschaft übertragen werden können,“ sagte „Mu“-Präsident Dr. Arne Zerbst. Nach den bisherigen Planungen soll das Transferzentrum, dessen Förderung jetzt für fünf Jahre gesichert ist, sich an zwei Standorten mit Werkstätten und Arbeitsräumen entfalten: an der Kunsthochschule in der Legienstraße, aber auch als Anscharcampus im Anscharpark. Sechs Stellen sind geplant.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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