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Rückkehr nach Finnland als Botschafterin

Muthesius-Kunsthochschule Rückkehr nach Finnland als Botschafterin

Für Mirka Sulander war es ein reiner Glücksfall. Die 24jährige Finnin ergatterte eins der maximal sechs Kiel-Stipendien und konnte damit zwei Semester an der Muthesius Kunsthochschule mit Unterstützung von 650 Euro pro Monat studieren. Es war, sagt sie kurz vor ihrer Heimreise, die Chance, „neue Perspektiven für die eigene Arbeit“ zu entdecken. Das Schönste aber sei gewesen, Freunde aus aller Welt zu finden. Sie kehre, sagt sie, als Botschafterin der Stadt Kiel zurück.

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Tschüss: Mirka Sulander war von ihren zwei Semestern in Kiel begeistert.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Schon seit 1954 vergibt die Landeshauptstadt Stipendien für ausländische Studierende an Kieler Hochschulen: Neben Begabung müssen die Studierenden auch gute Deutschkenntnisse mitbringen, im Rahmen ihrer Arbeit einen Kiel-Bezug herstellen und aus einer der zehn Partnerstädte Kiels (Hatay/Antakya, Brest, Coventry, Gdynia, Kaliningrad, Moshi Rual, Samsun, Tallinn und Vaasa) stammen. Die angehende Künstlerin Sulander lebt in Vaasa, studierte aber bereits in Helsinki, als sie sich um das Kiel-Stipendium bewarb. Zehn Jahre Deutsch und eine Mutter, die Deutsch unterrichtet, erleichterten ihr den Start in Kiel ebenso wie die Möglichkeit, gleich ins Evangelische Studentenwohnheim in Düsternbrook ziehen zu können.

„Die Sprache ist so klar analytisch“, findet die Studentin, die die Medien- und Grafikklasse der Muthesius Hochschule besuchte. Dort traf sie auf Kommilitonen und Kommilitoninnen aus Ländern wie Korea, Brasilien und Iran. „Verständigt haben wir uns dabei auf Deutsch“, berichtet sie. Exkursionen nach Berlin, nach Marseille, Teilnahme an Ausstellungen wie etwa mit Lithografien, Aktzeichnungen und mit Musik unterlegten Filmen im Rahmen von „Einblick – Ausblick“: Dabei versuchte Sulander die verschiedenen Charaktere von Schrebergarten-Häusern auf dem ehemaligen Kleingartengelände einzufangen, auf dem Möbel Kraft sich ansiedeln wird. „Sie sind verlassen, aber immer noch Paradiese“, sagt sie.

 Auch Maud Zieschang vom International Office der Muthesius Hochschule lobt die großzügigen Kiel-Stipendien, die die Bande zu den Partnerstädten enger knüpfen sollen: „Das Schöne ist, dass das Stipendium im Gegensatz zu anderen Förderungen zwei Semester umfasst und sich die Stipendiaten gut einbringen können. Ein Gastsemester ist zu kurz.“ Neben Sulander, deren Aufenthalt im September 2014 begann, gab es eine weitere Kiel-Stipendiatin an der Universität. Im nächsten Jahr, kündigt Kerstin Dronske, Wissenschaftsreferentin bei der Stadt, an, werden vier Stipendiaten an die Universität kommen und ein Stipendium für Kommunikationsdesign an der Muthesius Hochschule vergeben. „So kann ein wissenschaftliches Netzwerk zwischen den Hochschulen in Kiel und den Partnerstädten entstehen, abseits der offiziellen Kontakte“, erklärt Dronske. Ein Austauschprogramm ist es aber nicht: Bisher steht Kiel mit dem Angebot allein da. Die Partnerstädte vergeben solche Stipendien nicht.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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