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Weiden-Dom lädt auf den Campus ein

Muthesius Kunsthochschule Weiden-Dom lädt auf den Campus ein

Viel zu kahl und viel zu grau: So sahen die Studenten der Muthesius Kunsthochschule ihren Campus. Seit 2014 schufen sie Hochbeete mit Nutz- und Wildpflanzen. Seit Montag entsteht in einem neuen Projekt ein übergroßer Pavillon aus Weidenzweigen. Am Sonntag lädt das Studenten-Team nun zum Richtfest.

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Kunst- und Designstudierende haben nach eigenen Entwürfen einen übergroßen Weiden-Pavillon gebaut: Am Sonntag weihen ihn (von links) Caroline Harke, Daniel Müller, Marie Klabunde, Michael Päpke und Kalle Spielvogel mit Team und Gästen ein.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Das interdisziplinäre Projekt der Studierenden aus den Fächern Kunst und Design hat mehrere Anliegen: Zum einen entsteht gemeinsam und nach eigenen Entwürfen ein überdimensionaler Pavillon, unter dem man sich treffen kann. „Sonst holt man sich einfach nur seinen Kaffee aus der Mensa und läuft aneinander vorbei“, beschreibt Studentin Caroline Harke. Der Weiden-Dom lädt zum Verweilen und Austausch ein.

Zum anderen nehmen die Studenten „ihren Raum in die eigene Hand. Es fühlen sich alle, die an diesem Projekt mitgewirkt haben, verantwortlich, pflegen und gießen die Weiden des Pavillons“, ist sich Projektleiter und Permakultur-Fachmann Daniel Müller sicher. Und Mithelfer gibt es viele: Sieben Studenten gehören zum Organisationsteam, 40 Studierende sind praktisch im Einsatz. Sie alle bekommen übrigens auch Leistungspunkte für ihre Arbeit.

Projekt kostet 10000 Euro

Das 10000 Euro teure Projekt ist für zwei Jahre angelegt. Es knüpft an die Pflanz-Oase von 2014 an. „In diesem Workshop verwenden wir bewusst nur natürliches Material, um einen neuen Raum in der Stadt auch für Bürger zu etablieren“, sagt Projektleiter Müller. Ihm zur Seite steht Kalle Spielvogel, gelernter Landschaftsgärtner und nun Student der freien Kunst. Zwölf kleine und große Kisten als Hochbeete sind dazu gekommen, in denen Tausende von riesigen Weiden gepflanzt wurden, damit sie wurzeln und sich entfalten können. „Auch die Triebe müssen später gepflegt und verarbeitet werden, damit die Form des Pavillons bestehen bleibt“, sagt Müller.

Kombiniert wird der Weiden-Pavillon dann noch mit Sitzelementen, damit ein Treffpunkt und Ort der Entspannung entstehen kann.

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