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Kieler Kundgebung für Leben ohne Gewalt

Dietrichsdorf-Bluttat Kieler Kundgebung für Leben ohne Gewalt

Zwischen Sprachlosigkeit und Aufschrei: Rund 300 Frauen, Männer und Kinder nahmen am Sonnabend an der Kundgebung für ein Leben ohne Gewalt auf dem Asmus-Bremer-Platz teil. Sie beklagten den Tod der Dietrichsdorferin, die am 15. März wohl von ihrem Mann erstochen wurde, und Opfer häuslicher Gewalt.

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Zum Hinschauen und Handeln rief Melike Sümbül stellvertretend für die Migrantenvereine während der Kundgebung für ein Leben ohne Gewalt auf.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. „Gewalt hat in unserer Gesellschaft keinen Platz“, betonte Melike Sümbül stellvertretend für die Migrantenvereine und rief während der Kundgebung zum Hinschauen und Handeln auf. Denn durch häusliche Gewalt würden in Deutschland mehr Frauen verletzt oder geschädigt als durch Körperverletzung mit Waffen, Überfälle, Raub oder Wohnungseinbrüche. Fast jeden Tag werde in Deutschland eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet.

Sie wollten das Schweigen brechen

Die Kundgebung wollte das Schweigen brechen, Mut machen und zeigen, dass Gewalt gegen Frauen in Kiel keinen Platz hat. Jede Gewalttat gegen Frauen sei auch ein Angriff auf unsere gesellschaftlichen Werte, so die Veranstalter. Wir tolerieren die Gewalt nicht, wir machen uns stark für ein gerechtes und respektvolles Miteinander – das war die Botschaft.

An der Kundgebung beteiligten sich Vereine unterschiedlicher Religionen und Nationen, Vertreter der Stadt, Moscheenvereine, Frauenberatungsstellen und Frauenbündnissen.

Um Spenden für die Kinder der Dietrichsdorferin bittet der Verein KN hilft e.V., Förde Sparkasse, IBAN DE05210501701400262000, Stichwort „Dietrichsdorf“.

Am Sonnabend demonstrierten rund 300 Menschen für ein Leben ohne Gewalt in Kiel.

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