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Ball liegt wieder bei Möbel Kraft

Nach Ratsbeschluss Ball liegt wieder bei Möbel Kraft

Ohne öffentliche Aussprache hat der Bebauungsplan zur umstrittenen Ansiedlung von Möbel Kraft die Ratsversammlung passiert. Es ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Investition, die auf 60 bis 65 Millionen Euro geschätzt wird.

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So könnte der geplante Neubau von Möbel Kraft nach dem Fassadenentwurf des Kieler Büros bbp: architekten bda aussehen.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Seit der Bürgerentscheid im März 2014 knapp zugunsten von Möbel Kraft ausging, geriet das Projekt ins Stocken, zuletzt wegen juristischer Formalien. Der Rat genehmigte den Satzungsbeschluss mit den Stimmen von SPD, CDU, Grünen, FDP und SSW.

 Die Vorlage sollte der Ratsversammlung bereits im August 2015 vorliegen. Man habe die Unterlagen nach Rechtsänderungen nacharbeiten müssen, um auf Nummer sicher zu gehen, hieß die Begründung des Möbelhauses, warum es sich auf keinen Termin für den Baubeginn der dann achten Filiale festlegen lassen will. Die Änderungen gegenüber der ursprünglichen Fassung sehen jetzt unter anderem vor, die maximale Höhe von Photovoltaik und Solarthermie ebenso festzusetzen wie die Geschossflächenzahl. Auch eine Ausnahme lässt die Stadt zu: Möbel Kraft kann im Sconto-Discounter einen Gastronomiebetrieb einrichten.

 Mit Verabschiedung des Satzungsbeschlusses hat das Möbelhaus noch einmal ein Jahr Zeit, einen Bauantrag zu stellen. Ist die Baugenehmigung – laut Angaben der Stadt in der Regel zwischen sechs und zwölf Wochen nach Eingang des Antrags – erfolgt, ist das Möbelhaus verpflichtet, seine neue Niederlassung mit rund 40000 Quadratmetern Verkaufsfläche und 8000 Quadratmetern für Sconto innerhalb von drei Jahren fertig zu bauen. Das Unternehmen geht von einer Baugenehmigung im Laufe des Jahres 2017 aus und veranschlagt etwa neun bis 14 Monate für die Errichtung des Baus.

Eine Eröffnung wäre dann frühestens Ende 2018/Anfang 2019 möglich. Bürgermeister Peter Todeskino teilt, wie berichtet, die Sorge nicht, dass das Unternehmen womöglich auf Zeit spielt: Die Stadt habe keine Hinweise, dass Möbel Kraft nicht bauen werde. Vom Kaufpreis für das ehemalige städtische Kleingarten-Gelände Prüner Schlag (zwischen zehn und elf Millionen Euro) hat die Krieger-Gruppe, zu der Möbel Kraft gehört, bereits einen Teil gezahlt.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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