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Fernöstlicher Wind in der Ostsee

Marine Fernöstlicher Wind in der Ostsee

Die Asiaten entdecken die Ostsee. Nach dem Besuch der chinesischen Marine zur Kieler Woche wird bei der Hanse Sail in Warnemünde im August erstmals ein japanischer Marineverband erwartet.

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Das Schulschiff „Kashima“ streift in seiner fünfmonatigen Weltreise auch durch die Ostsee.

Quelle: Frank Behling

Kiel/Rostock. Zur Kieler Woche wird die chinesische Fregatte „Xiang Tan“ erwartet. Sie soll vom 17. bis 20. Juni an der Scheermole im Kieler Tirpitzhafen festmachen. Damit besucht Chinas Marine erstmals die Kieler Woche.

Nach der chinesischen Marine wird in diesem Jahr auch ein japanischer Marineverband in die Ostsee kommen. Die beiden Zerstörer „Setoyuki“ und „Asagiri“ haben Japan am 20. Mai zusammen mit dem Schulschiff „Kashima“ verlassen und eine fünfmonatige Weltreise begonnen. Anfang August soll der Marineverband gemäß der veröffentlichten Planung der japanischen Marine dann auch in die Ostsee einlaufen. Dabei stehen Hafenbesuche in Warnemünde und in Klaipeda auf dem Programm. Die beiden Lenkwaffenzerstörer „Asagiri“ und „Setoyuki“ werden dabei vom 12. bis 16. August erstmals an den Feierlichkeiten zur Hanse Sail teilnehmen.

Angelaufen werden zunächst vier Häfen in den USA und der Panama-Kanal. Ende Juli kommt der Verband nach Europa. Die erste europäischen Häfen auf der Liste heißen Portsmouth in Großbritannien und Brest in Frankreich. Von Kiels Partnerstadt aus geht es dann direkt in die Ostsee, wo vom 8. August bis 11. August Klaipeda in Litauen besucht wird. Anschließend werden die beiden Zerstörer Kurs auf Warnemünde nehmen. Das Flaggschiff des Verbandes ist die „Kashima“, die dann an Warnemünde vorbei weiter nach Belgien fährt. Dort soll die „Kashima“  vom 15. bis 18. August den belgischen Hafen Antwerpen besuchen. Auf dem Weg aus der Ostsee heraus werden die Schiffe auch den Nord-Ostsee-Kanal passieren.

31000 Seemeilen wird der Verband zurücklegen und dabei 16 Häfen in 13 Nationen besuchen. Der Besuch an der Warnow ist der erste der japanischen Marine in Mecklenburg-Vorpommern. Zuvor hatten japanische Marineverbände meistens Kiel oder Hamburg besucht. Zuletzt war die „Kashima“ im Jahr 2013 mit zwei Zerstörern in Kiel. Nachdem die Weltreise der drei Schiffe in Tokio startete, wird sie dort auch am 4. November enden.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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