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Konzepte gegen Plastikmüll?

Nachhaltigkeitspreis Konzepte gegen Plastikmüll?

Plastikmüll im Meer ist inzwischen zu einem Sinnbild für die große Umweltverschmutzung geworden: Der Mensch nimmt sie zwar kaum wahr, und doch ist sie immens. Der erste Kieler Nachhaltigkeitspreis will dieses Thema unter dem Motto „Plastik an und in der Kieler Förde“ ins Blickfeld rücken.

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Das ist die Jury für den neuen Nachhaltigkeitspreis (v. li.): Bürgermeister Peter Todeskino, Elisabeth Pier, Ulrike Hunold, Martina Baum, Stefan Rudau und Bente Grimm. Nicht im Bild sind Christina Musculus-Stahnke, Lisa Yilmaz und Andreas von der Heydt.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Bis Freitag, 25. November, können sich Kielerinnen und Kieler mit möglichst konkreten Projekten gegen das Müllproblem bewerben.

Der Preis, der mit 5000 Euro dotiert ist, soll künftig jährlich vergeben werden. Er ist der Nachfolger des Umweltpreises, den die Stadt bis 2014 gemeinsam mit den Stadtwerken vergeben hat. Von diesem Jahr an geht man getrennte Wege. Wie Bürgermeister Peter Todeskino bei der Vorstellung des neuen Konzepts am Freitag sagte, sei beiden Seiten die Festlegung auf ein Thema zuletzt schwer gefallen. „Wir haben jetzt die Möglichkeit, von der Enge eines Umweltpreises wegzukommen.“ Dank des Schlagwortes Nachhaltigkeit habe der Preis eine klare Zukunftsorientierung: „Mein Maßstab ist, dass diese Welt für meine Enkel und Urenkel so lebenswert bleiben soll, wie ich sie vorgefunden habe.“

Jury bewertet, Rat entscheidet

Über die Vergabe des Preises wird die Ratsversammlung im nächsten Februar im nicht-öffentlichen Teil ihrer Sitzung entscheiden. Eine Jury bewertet zuvor die eingegangenen Bewerbungen anhand eines Kriterienkatalogs. In dieser Hinsicht sind unter anderem die Vorbildfunktion und die Ressourcenschonung des Ansatzes relevant, auch die Integration von sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten sowie die Einbindung verschiedener Gesellschaftsgruppen spielt eine Rolle. Dem Preisgericht gehören neben Todeskino die Ratsmitglieder Martina Baum (Grüne), Christina Musculus-Stahnke (FDP), Elisabeth Pier (CDU), Stefan Rudau (Linke) und Lisa Yılmaz (SPD) sowie Bente Grimm (Verkehrsclub Deutschland), Ulrike Hunold (BUND) und Andreas von der Heydt (Umweltschutzamt) an.

Beim Thema „Plastik an und in der Kieler Förde“ dürften sich zuvorderst Gruppen und Initiativen angesprochen fühlen, die das sogenannte Upcycling betreiben, also aus Plastikmüll neue Produkte herstellen. Aber vielleicht gibt es ja auch gut funktionierende Konzepte, mit denen sich das Aufplatzen von gelben Säcken verhindern lässt? „Wir sind gespannt auf die Kreativität der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Martina Baum.

Während bei den Stadtwerken noch bis zum 18. Oktober eine Online-Abstimmung über ihren jetzt in Eigenregie ausgelobten Umweltpreis läuft, hat bei der Stadt am Freitag die Bewerbungsrunde begonnen. Bewerbungen können formlos erfolgen. Zu richten sind sie an das Umweltschutzamt, z.Hd. Frau Nicoline Henkel, Holstenstraße 108, 24103 Kiel. Bei Gruppenbewerbungen muss ein Ansprechpartner benannt werden. Einsendeschluss ist der 25. November.

Informationen zum Nachhaltigkeitspreis

Weitere Informationen unter www.kiel.de/umwelt

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