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Kirchen laden Freunde und Fremde ein

Nacht der Kirchen Kirchen laden Freunde und Fremde ein

Wie vielfältig Kirche sein kann, zeigt sich einmal im Jahr in geballter Form bei der Kieler Nacht der Kirchen. Unter dem schlichten wie aussagekräftigen Motto „Willkommen!“ öffnen am Freitag, 18. September, zum fünften Mal zahlreiche Gotteshäuser ihre Türen mit einem abwechslungsreichen Programm aus Musik, Kultur, Kreativem und Kulinarischem.

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Hier erklingt das Fünf-Chöre-Konzert zum Mitsingen.

Quelle: Christoph Jürgensen (Archivbild)

Kiel. 23 Kirchen sind diesmal dabei. Das Programm beginnt um 19 Uhr und geht bis nach Mitternacht. Ihren Willkommensgruß richten evangelische, katholische und freikirchliche Gemeinden gemeinsam an alle, die kommen möchten. Das gilt sowohl für Freunde als auch für Fremde, für Gemeindemitglieder als auch für Menschen, die mit Kirche „nichts am Hut“ haben. Ein herzliches Willkommen könne das ganze Leben prägen, sagt Sabine Gast vom Organisationsteam. „Die Nacht der Kirchen ist gelebte Vielfalt“, so Pastor Niels-Peter Mahler von der Heiligengeist-Gemeinde, „die Suchenden in der Stadt finden an diesem Abend alle unsere Türen offen.“

Die Vielfalt des Abendprogramms reicht von der musikalischen Poesie einer Singer-Songwriter-Darbietung in der Pauluskirche bis zum großen Fünf-Chöre-Konzert zum Mitsingen in St. Heinrich, von „Rock unterm Kreuz“ in der Heilandskirche bis zum klassisch-geistlichen Posaunenkonzert in der Universitätskirche. Interkulturelle Begegnungen zwischen Deutschland und Afrika gibt es sowohl in St. Ansgar als auch in der Dankeskirche Holtenau. Und in der Nikolaikirche am Alten Markt können die Besucher unter anderem eine Orgelimprovisation zu dem Stummfilmklassiker „Lichter der Großstadt“ von Charlie Chaplin erleben. Kreative Angebote gibt es zum Beispiel in der Jakobikirche beim Herstellen von Glasengeln unter Anleitung einer Künstlerin oder in der Adventgemeinde, wo sich jeder in einer übergroßen Version von Leonardo da Vincis Gemälde vom letzten Abendmahl verewigen kann.

Besinnlichkeit finden die Besucher beim Gebet in der Lutherkirche oder anderen meditativen Angeboten. Und in der Liebfrauenkirche können sie bei einem gemeinsamen Rundgang mit einer Ordensschwester dem inneren Geheimnis des Gotteshauses auf die Spur kommen und etwas über kirchliche Symbolik und Riten erfahren. „Toll ist in der Kieler Nacht der Kirchen, dass die Ideen und Aktionen direkt aus den Gemeinden kommen“, sagt Natascha Zurek vom Organisationsteam. Man könne bei Musik und leckerem Essen Leuten begegnen, die man sonst vielleicht nie getroffen hätte. „Und diese Begegnungen, die Gespräche – das ist eigentlich in jedem Jahr das Beste.“

Unzählige haupt- und ehrenamtliche Helfer haben in den vergangenen Monaten die fünfte Kieler Nacht der Kirche vorbereitet. Rund 2500 Besucher werden am Freitag erwartet. Das komplette Programm ist im Internet auf www.nachtderkirchen-kiel.de zu finden.

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