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Auf zum welthärtesten Hindernislauf

Nadine Wendt aus Kiel Auf zum welthärtesten Hindernislauf

Über Hindernisse klettern, durch dunkle Tunnel robben und am Ende im Matsch landen – was für viele wie ein Albtraum klingt, ist die perfekte Freizeitgestaltung für Nadine Wendt. Sie ist Tough-Mudder-Läuferin und will jetzt zum 24-Stunden-Lauf in las Vegas.

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Nadine Wendt will zum 24h-Tough-Mudder-Lauf in Las Vegas.

Quelle: Schröder, Imke

Kiel. Die 25-Jährige ist Tough-Mudder-Läuferin und nimmt fast jedes Wochenende an einem der harten Hindernisläufe statt ob in Deutschland oder dem europäischen Ausland. Nachdem sie zuletzt in Großbritannien den ersten Platz unter den acht teilnehmenden Frauen gemacht hat, hat sie jetzt Größeres im Visier: Das Rennen der World Toughest Mudder in Las Vegas vom 11. Bis zum 12. November, einem 24-Stunden-Hindernislauf, ist ihr Ziel.

Eine Hindernisstrecke ist fünf Meilen lang, rund acht Kilometer, die gilt es so oft es geht innerhalb von 24 Stunden zu überqueren. „Mein Ziel ist die 50-Meilen-Marke, das will ich unbedingt schaffen“, sagt die gebürtige Flensburgerin. Sechs Mal die Woche trainiert sie für ihr ungewöhnliches Hobby, läuft „nebenbei“ Marathons und Triathlons wie den Förde-Triathlon in Kiel, geht ins Fitnessstudio und auf die Laufstrecke. Viel Eiweiß und gesunde Kohlenhydrate stehen auf ihrem Speiseplan, auch wenn sie sich jetzt schon auf ihren Burger „danach“ in Las Vegas freut.

Unter der Woche arbeitet sie bei der Techniker Krankenkasse, die Wochenenden ist sie meist auf einem Parcours. „Ich war nie besonders sportlich, doch dann hab ich vor vier Jahren mit dem Laufen angefangen und vor zwei Jahren aus Spaß bei einem tough Mudder mitgemacht. Vor allem auch, um mir selbst einmal zu beweisen, dass ich das kann“, sagt Wendt. Und das hat auf Anhieb geklappt, neue Leute wurden kennengelernt und sich gleich für die nächsten Läufe verabredet.

„Da kam ich dann nicht mehr so schnell raus“, sagt sie und lacht. „Aber das ist auch das Schöne am Tough Mudder, es ist sehr familiär, auch wenn wir alles Konkurrenten sind, helfen wir uns gegenseitig und motivieren uns.“ Und das ist auch wichtig: „Man geht nicht nur physisch, sondern auch psychisch an seine Grenzen. Ich hab Fallangst und musste mal drei Meter über dem Boden an eine frei-schwingende Stange springen, um eine Glocke zu läuten. Das hab ich auch nur durch die Motivation der anderen geschafft.“

2016 hat zum ersten Mal eine Deutsche an dem Lauf in Las Vegas teilgenommen. Aber egal, welche Platzierung am Ende für Nadine Wendt bei raus springt: „Für mich sind das nicht nur Läufe, das sind alles Erfahrungen.“

Wer die Tough-Mudder-Läuferin unterstützen möchte, der kann sich an onliner@kieler-nachrichten.de wenden, wir leiten die Mail dann an Nadine Wendt weiter.

Hier finden Sie Bilder vom Tough-Mudder-Training.

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Und so sieht der Spaß dann aus.

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Imke Schröder
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