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Wie soll der Kieler Delfin heißen?

Namensvorschläge Wie soll der Kieler Delfin heißen?

Das Leben in Kiel steht weiterhin im Zeichen des Delfins. Seitdem das Tier am Nachmittag des 9. September das erste Mal in der Holtenauer Südschleuse gesichtet worden ist, tauchen fast täglich neue Foto- und Videoaufnahmen des beeindruckenden Tieres auf. Nun wird ein Name gesucht.

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Was für ein Entertainer: Der Delfin zog während des Deutschen Schifffahrtstags am vergangenen Wochenende mit filmreifen Sprüngen alle Blicke auf sich.

Quelle: Timon Uden

Kiel. Segler Claudio Oster aus Friedrichsort filmte das Tier mit seiner Go-Pro, einer speziellen, wasserdichten Kamera für Sportaufnahmen. Die Nähe des Delfins habe ihn schon verunsichert, wie er dem NDR berichtete. Es sind Aufnahmen wie aus einer anderen Welt. Die unbekannten Klänge des Tieres, das Knacken und Zirpen, sind so fremd und gleichzeitig lösen sieVertrautheit aus.

 Meeresbiologe Prof. Boris Culik (57) ist sich sicher, dass es sich um ein männliches Tier handelt. Einen inoffiziellen Namen hat er bereits: Freddy. Dieser stammt von seiner ersten Sichtung im Juli vor Fredericia in Dänemark. Um die Namensfrage endgültig zu lösen, riefen die Kieler Nachrichten vorige Woche dazu auf, Namensvorschläge zu schicken. Mehr als 100 Einsendungen per E-Mail und Post sind seitdem in der Redaktion eingegangen. Flipper und Fiete liegen derzeit gleich auf. „Der Name Fiete gehört einfach untrennbar zu Kiel und passt auch super zu dem beliebten Tier“, schreibt Martina Fiedler. Auch andere norddeutsche Namen wie „Butscher“ oder „Sprotte“ wurden eingereicht.

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 Hans-Jörg und Renate Kaschner sind der Meinung: „Dieser Delfin ist so flippig, dass er einfach nur Flipper heißen kann.“ Manche fanden, dass „Förde-Flipper“ noch besser zu Kiel passt. „Da der lustige Delfin sich so gerne an der Hörn aufhält, ist mein Vorschlag für den niedlichen Kerl Hörnli“, schreibt Astrid Ettinger, andere Leser dachten ähnlich und schlugen „Hörnchen“ vor. Mit „Kielian“ wird das Tier unmissverständlich der Landeshauptstadt zugeordnet. Doris Wendt findet, er solle „Seppl“ heißen, weil er im September das erste Mal gesichtet wurde. Die Klasse 4b der Gerhart-Hauptmann-Schule, die auch Delfin-Klasse genannt wird, wählte in einer Abstimmung den Namen „Robby“ aus.

 In einer Facebook-Gruppe werden täglich Bilder und Sichtungen festgehalten. Am gestrigen Freitag soll sich der Meeressäuger nahe der Reventloubrücke getümmelt haben – einer der Plätze, an denen das Tier immer wieder auftaucht. Am Donnerstag begleitete er Taucher des Ingenieurteams Trebes bei einer Bauwerkprüfung in der Hörn. Bislang gibt es keine Anzeichen, dass der Tümmler die Gewässer der Landeshauptstadt verlassen möchte. Bedenken, dass die einsetzende Kälte ihm zu schaffen macht, sind offenbar unbegründet. „Solange das Wasser so warm ist, dass er zum Atmen an die Wasseroberfläche kommt, hat er kein Problem“, sagt Meeresbiologe Culik. Und da der Delfin offenabr reichlich Nahrung inden und sich hier wohlfühlt, wird er wohl noch für längere Zeit eine Hauptattraktion Kiels bleiben. Egal, ob er nun Freddy, Flipper oder Fiete heißt.

Wie soll der Delfin heißen? Wir haben aus mehr als 100 Einsendungen die Vorschläge mit den bisher meisten Stimmen ausgewählt. In einer Wahl können Sie nun entscheiden, wie der große Tümmler künftig genannt wird.

Freddy : Nach seiner ersten Sichtung in Fredericia/Dänemark wurde das Tier auf Facebook häufig so genannt.

Fiete : Ein typisch norddeutscher Name, den man sofort mit Schleswig-Holstein verbindet.

Flipper : „Jeder kennt ihn, den klugen Delfin“ – soll das Tier nach der Fernsehserie benannt werden?

Kielian : Passend zur Landeshauptstadt, die abgewandelte Schreibweise des Männernamens „Kilian“.

Hörnchen : Die Hörn scheint einer seiner Lieblingsplätze zu sein, um extravagante Sprünge zu machen.

Suchen Sie einen der fünf Namen aus und schicken Sie uns Ihre Wahl per E-Mail an lokalredaktion@kieler-nachrichten.de oder per Postkarte an Kieler Nachrichten, Lokalredaktion, Fleethörn 1-7, 24103 Kiel. Einsendeschluss ist Dienstag, 4. Oktober (Poststempel).

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Unterwasser-Bilder
Foto: Tauchlehrer Thorsten Peuster, der die Tauschschule "Tauchen und Meer" in Eckernförde betreibt, war mit einem Kollegen direkt vor dem Strand unter Wasser, um Aufnahmen zu machen. Urplötzlich näherte sich ihnen der Delfin.

Es war wahrscheinlich der Delfin, der sich seit mehreren Wochen in der Kieler Bucht aufhält. Er unternahm am frühen Sonntagnachmittag einen Ausflug nach Eckernförde. „Vielleicht wurde er vom Fischmarkt am Hafen angelockt“, scherzte ein Strandbesucher.

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