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Rutsche in Holtenau: Zu steil oder nicht zu steil?

Neigungswinkel Rutsche in Holtenau: Zu steil oder nicht zu steil?

Ist die Rutsche am Kletterturm auf dem städtischen Spielplatz im Lindenweg zu steil oder ist sie es nicht? Darüber scheiden sich die Geister. So möchte eine Mutter aus Holtenau nicht, dass ihre Kinder die Metallbahn hinuntersausen, weil sie befürchtet, sie könnten sich wehtun.

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Der große Kletterturm mit einer Rutsche steht auf dem Spielplatz Lindenweg auf einer begrünten Anhöhe, auf die eine „Autoreifen-Treppe“ hinaufführt.

Quelle: Ingrid Haese

Holtenau. Das zuständige Grünflächenamt hingegen verbindet mit dem Spielgerät wenig Gefährdungspotenzial. Der Spielplatz Lindenweg bietet eine Reihe von Stationen, an denen Kinder ihrem Bewegungs- und Entdeckungsdrang freien Lauf lassen können. Auf dem von Hecken und den Zäunen an Privatgärten eingesäumten Gelände finden Mädchen und Jungen beispielsweise Sandflächen und ein Seilklettergerüst. Zur Ausstattung gehören auch eine Nestschaukel, eine Kletterbrücke nach „Hängematten-Art“, eine Pumpe für Wasserspiele und eine einen Baum umschließende Rundbank. Der große Kletterturm mit der in einen Sandbereich hinunterführenden Rutsche steht auf einer begrünten Anhöhe, auf die eine „Autoreifen-Treppe“ hinaufführt.

Eine Mutter aus Holtenau, die namentlich nicht genannt werden möchte, beurteilt die Rutsche als deutlich zu steil. Ihren vierjährigen Sohn und ihre fünfjährige Tochter lässt sie die Bahn nicht hinunterrutschen. „Der Spielplatz ist wirklich sehr schön, aber die Rutsche müsste man durch eine normal auslaufende ersetzen“, meint die Holtenauerin und erzählt: „Es ist mindestens ein Jahr her, da bin ich zusammen mit meinem kleinen Sohn gerutscht, habe mir ordentlich am oberen, sehr steilen Teil der Rutsche den Kopf gestoßen, das ist sicherlich auch schon Kindern passiert.“ Und die Holtenauerin berichtet weiter, ein Nachbar, der Vater eines drei- und eines einjährigen Kindes sei, teile ihre Einschätzung. Auch eine Freundin, ihre Kinder seien fünf und zwei Jahre alt, lasse die Kleinen inzwischen nicht mehr auf die Rutsche.

Stadt erfüllt alle Vorgaben

Arne Gloy von der Pressestelle der Stadt Kiel teilte jetzt auf Nachfrage mit, für den Spielplatz Lindenweg sei die Spielplatzunterhaltung des Grünflächenamtes zuständig. Von dort kam die Auskunft, der erste Abschnitt der Rutsche mit einer Länge von 2,15 Metern entspreche einer Neigung von 58,5 Grad. Die gesamte Rutschenlänge betrage 4,15 Meter. Die nachfolgenden Neigungsgrade gingen relativ schnell in eine Neigung bis Null Grad über, sodass die Richtlinien vollständig erfüllt würden. Das Ganze entspreche der geltenden Norm und den Sicherheitsbestimmungen, denn der Neigungswinkel dürfe 60 Grad nicht überschreiten. Bei der Rutsche auf dem Spielplatz Lindenweg handele es sich um eine Freifallrutsche, welche eine besondere Herausforderung darstelle und in Phasen steiler sei als üblich.

Kinder sollten ganz generell schon lernen, mit Gefahren umzugehen. Spielangebote im Allgemeinen sollten darauf abzielen, Kindern Gelegenheiten zu bieten, annehmbaren Risiken zu begegnen. Zugleich sollten Kinder vor schwerwiegenden Verletzungen geschützt werden.

Die Spielplätze der Stadt Kiel, so hieß es weiter, seien grundsätzlich für die Benutzung durch Kinder ausgelegt. Zugleich hieß es aus der städtischen Pressestelle weiter, dass man weder von Paten des Spielplatzes Lindenweg noch von anderen Bürgern aus dem Stadtteil bisher auf eine „zu steile Rutsche“ hingewiesen worden sei.

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