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Millionen für die gute Stube der Stadt

Neubauprojekt Millionen für die gute Stube der Stadt

Das gewaltige Neubauprojekt am Bootshafen zwischen Andreas-Gayk- und Kaistraße mit einem Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Euro kommt weiter voran. Laut Angaben der Deutschen Immobilien AG (DI), Eigentümerin der Grundstücke des Areals, laufen derzeit die Vorbereitungen für einen Fassaden-Architektenwettbewerb am Anfang kommenden Jahres.

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Ab Mitte 2016 rücken hier die Bagger an: Die drei Gebäude vom Ex-C&A-Gebäude (re.) bis zum Förde-Parkhaus sollen dann den Neubauten weichen.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. „Wir sind weiterhin fest entschlossen, das Projekt im Herzen der Kieler Innenstadt zu realisieren“, betonte der Geschäftsführer der DI-Entwicklungsgesellschaft, Henning Laubinger: „Dabei werden wir bei der Gestaltung der Neubauten behutsam sein. Denn wir sind uns bewusst, dass dieses Areal eine Art gute Stube der Stadt darstellt.“

 Wie berichtet, sollen auf 6800 Quadratmetern Grundfläche Gebäude für rund 80 Eigentumswohnungen, ein Hotel mit 160 Zimmern sowie ein „Boardinghouse“ mit 180 komplett eingerichteten Appartements entstehen. Der erste Spatenstich erfolgt wahrscheinlich Mitte 2016. Dann läuft der Mietvertrag des Hotels am Schwedenkai aus, das sich über der ehemaligen Markthalle befindet, in der seit einem Monat Transitflüchtlingen Richtung Skandinavien ein Nachtlager angeboten wird.

 Für diese humanitäre Hilfeleistung hat die DI der Stadt die Markthalle für den symbolischen Mietpreis von einem Euro im Monat überlassen. Wie lange das noch der Fall sein wird, konnte Laubinger nicht genau sagen. Zunächst sei ein Zeitraum von drei Monaten für die übergangsweise Nutzung der Räume vereinbart worden.

Flüchtlinge im ehemaligen C&A-Gebäude?

 Offenbar gibt es aber nach Angaben des Geschäftsführers noch ein weiteres Hilfegesuch der Stadt an die DI, in diesem Fall zur Überlassung des ebenfalls leerstehenden ehemaligen C&A-Gebäudes zur Flüchtlingsunterbringung. „Dabei sind zwar noch einige Formalitäten zu erledigen, aber wir werden das hinbekommen.“ Oberbürgermeister Ulf Kämpfer wollte zwar zumindest offizielle Gespräche dazu nicht bestätigen. Gleichwohl sei das C&A-Gebäude bei der Suche nach Flüchtlingsunterkünften aber „nicht ausgeschlossen.“

 Ebenfalls noch ungewiss ist die Zukunft der Spielbank, die den Planern bei der Neugestaltung des Bootshafen-Areals ein Dorn im Auge ist. Nach Angaben der Stadt konnte die Spielbank nicht in das DI-Projekt integriert werden. Es gebe aber Gespräche zwischen der Geschäftsleitung der Spielbank und der DI über eine Verlagerung der Spielbanknutzung. Da es sich hierbei um privates Eigentum handele, könne die Stadt in diesen Verhandlungen nur eine „moderierende Funktion“ übernehmen.

 Grundsätzlich befürwortet die Verwaltung die Umgestaltungspläne, die auf eine urbane Mischung aus Hotellerie, Wohnen und Handel abzielten. Dies entspreche den Zielen des städtischen Rahmenkonzeptes „Perspektiven für die Kieler Innenstadt“. Die Stadt begrüße „ausdrücklich“ die Belebung der prominenten Lage am Bootshafen und sieht sich damit auch „bei den Planungen zum Kleinen Kiel-Kanal bestätigt“.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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