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Habeck sagt Wegwerfbechern den Kampf an

Neue Handlungsempfehlung Habeck sagt Wegwerfbechern den Kampf an

Neuer Vorstoß gegen die Flut von Einweg-Kaffeebechern: Umweltminister Robert Habeck (Grüne) hat am Mittwoch in Kiel eine neue "Handlungsempfehlung" vorgestellt, die es Betrieben künftig erleichtern soll, Heißgetränke in Mehrwegbechern anzubieten.

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Robert Habeck setzt sich für Mehrweg-Kaffeebecher ein.

Quelle: Frank Peter

Kiel. "Der massenhafte Verbrauch von Wegwerfbechern ist zu einem relevanten Umweltproblem geworden", sagte der Minister. Daher wolle er mit seinem neuen Vorstoß all denjenigen den Rücken stärken, die nach Alternativen suchten. Knackpunkt sei bisher vor allem die Frage gewesen, wie Hygienevorschriften eingehalten werden können. Hier gebe es künftig mehr Klarheit.

Das Konzept geht auf eine Initiative der Bäcker- und Konditorenvereinigung Nord zurück, die ein „Becher-to-bring“-System etablieren will. Die Handlungsempfehlung sei eine notwendige Grundlage dafür, sagte Maren Andresen, Landesinnungsmeisterin des Bäckerhandwerks. In dem neuen Papier empfiehlt das Ministerium unter anderem, Kaffee nur in saubere Behältnisse mit glatten, leicht zu reinigenden Oberflächen abzufüllen. Mitarbeiter müssten entsprechend geschult werden.

Habecks Handlungsempfehlung ist nicht die erste Initiative, die Pappbechern den Kampf ansagt. Erst im vergangenem Dezember hatte die damalige Ratshauskooperation von SPD, Grünen und SSW in Kiel beschlossen, einen Runden Tisch zum Thema einzurichten. Dieser soll klären, welche Regelung am besten nach Kiel passt. Bundesweit gibt es eine Vielzahl von Aktionen und Bündnissen. Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe zufolge werden hierzulande 2,8 Milliarden „To-Go“-Becher pro Jahr verbraucht.

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Ein Artikel von
Thomas Paterjey
Lokalredaktion Kiel/SH

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