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Sie wollen für die SPD in den Landtag

Neue Kandidaten Sie wollen für die SPD in den Landtag

Von den drei Kieler Wahlkreisen ist der Wahlkreis West bei Sozialdemokraten besonders begehrt. Nachdem Ratsherr Falk Stadelmann als erster Ambitionen angemeldet hat, gehen jetzt zwei Frauen ins Rennen um einen Platz im Landtag: Özlem Ünsal und Sabrina Jacob, beide stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

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Setzt sich für soziale Gerechtigkeit und Stärkung der Demokratie ein: Falk Stadelmann.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Auch wenn die SPD ihre Kandidaten für die Landtagswahl 2017 erst im Sommer 2016 kürt, hat das Bewerberkarussel schon jetzt kräftig an Fahrt aufgenommen. Fest steht bisher, dass Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und die frühere Ratsfrau Gesine Stück im Wahlkreis Kiel-Nord als Konkurrenten antreten. Der Wahlkreis Nord wurde nach dem Amtsantritt von Rolf Fischer als Staatssekretär frei. Er wird derzeit von den Landtagsabgeordneten Jürgen Weber und Bernd Heinemann mitbetreut. Während Heinemann auf dem Kieler Ostufer wieder kandidieren will, hatte Weber, auch Kreisvorsitzender der SPD, angekündigt, nach 20 Jahren in West nicht mehr anzutreten.

 In einem Schreiben an die Genossen bezeichnet Ünsal den Titel des Kieler SPD-Wahlprogramms „Gemeinsam. Sozial. Handeln“ als ihr persönliches Lebensmotiv: Als „Gastarbeiterkind“ mit türkischen Wurzeln habe sie früh den Mut und die Kraft zum Engagement für soziale, wirtschaftliche und integrationspolitische Themen mit auf den Weg bekommen. Lange Jahre arbeitete die frühere Vorsitzende des Migranten-Forums (41) bei der Arbeiterwohlfahrt und der freien Wirtschaft. Seit 2013 ist die wirtschaftspolitische Fraktionssprecherin und Sprecherin des Frauenbündnisses als Politikwissenschaftlerin in der Landesverwaltung tätig. Auf die Fahnen hat sie sich geschrieben, für gute Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, für friedlich gelebte Vielfalt sowie Teilhabe für alle stark zu machen. Auch die „Stadtteildialoge“ will sie weiter vorantreiben.

 Während Ünsal und Stadelmann durch ihre Kontakte und Verbindungen in Kiel Heimvorteil haben, gilt Jacobs Bewerbung eher als Außenseiter-Kandidatur. Die 34-Jährige arbeitet als Referentin bei der Kieler Landesvertretung der Techniker Krankenkasse. Als Motivation gibt sie an, in der Stadt Kiel, die sie ins Herz geschlossen habe, nach der beruflichen auch die politische und private Heimat finden zu wollen. Einsetzen will sie sich vor allem für eine gute Versorgung mit Gesundheits- und Pflegeleistungen, für die Förderung von Kinderbetreuungsangeboten sowie für Chancengleichheit und Nachhaltigkeit.

 Da alle drei Kieler Wahlkreise sich immer wieder als SPD-Hochburgen erwiesen, werden weitere Kandidaturen erwartet, vor allem in Kiel-West, der für Neulinge als aussichtsreichster gilt: Denn im Norden müsste man den Hut gegen den Regierungschef in den Ring werfen, im Osten gegen einen amtierenden und im gut vernetzten Landtagsabgeordneten.

 Als weitere mögliche Bewerber werden derzeit der baupolitische Fraktionssprecher André Wilkens, Kreisvize Andreas Arend, die Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska und der Schulpolitiker Peter Kokocinski gehandelt.

 Auch der Amtsantritt des langjährigen Kieler SPD-Bundestagsabgeordneten Hans-Peter Bartels zum neuen Wehrbeauftragten im Frühjahr hat bereits das Rennen um ein Ticket nach Berlin eröffnet. Die 1600 Mitglieder starke Partei wird über das Bundestagsmandat nach einem „öffentlichen Dialog“ vermutlich im September/Oktober 2016 entscheiden, also dann, wenn bereits die Kür der Landtagskandidaten abgeschlossen ist. Aber auch hier machen bereits Namen möglicher Bewerber die Runde: der Kieler Fraktionsvize Benjamin Raschke, Yves-Christian Stübe, Mitglied im Kreisvorstand und Wirtschaftsstaatssekretär Frank Nägele.

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