13 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Besetzer wechselten einfach Straßenseite

Prüner Schlag Besetzer wechselten einfach Straßenseite

Um die Ex-Besetzer des Möbel-Kraft-Geländes bahnt sich neuer Streit an. Die Wagenbewohner warten am städtischen Straßenrand des Hasseldieksdammer Wegs auf ein Angebot der Stadt. Die sieht das Verhalten der Gruppe „Schlagloch“ kritisch – und keine kurzfristige Lösung. Das erzürnt Möbel Kraft.

Voriger Artikel
Demonstration in Kiel für Bleiberecht
Nächster Artikel
DSDS-Sänger begeistern das Publikum

Versetzte Besetzer: Die Wohn-Bauwagen der Wagengruppe „Schlagloch“ sind vom Prüner-Schlag-Gelände auf den Parkstreifen am Hasseldieksdammer Weg umgezogen. Der ist städtisches Gelände.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. „Wir sind sehr ungehalten, dass da nichts passiert“, sagte der Vertreter von Möbel Kraft, Ralph Göttsche, „das ist ordnungsrechtlich bedenklich.“ Ein vom Unternehmen bezahlter Sicherheitsdienst bewacht das umzäunte Gelände 24 Stunden am Tag. Vom Areal am Prüner Schlag,  auf dem bis vergangene Woche die Wagen der Besetzergruppe parkten, sind die Aktivisten auf die gegenüberliegende Straßenseite gewechselt. Etwa zehn Wagen parken dort beständig. Ihre Bewohner kochen und laden zu Veranstaltungen auf dem Geh- und Radweg ein. Für sie eine logische Konsequenz: „Uns wurde gesagt, dass ein Wagen nicht mehr fahren darf – und wir verstehen uns nun einmal als Gruppe“, sagte ein weibliches Mitglied. Es habe ihrer Beschreibung nach seit der Räumung zwar lockere Kontakte mit der Stadt gegeben, aber keine zielführenden.

Stadt und Möbel Kraft erwarten Bewegung

Die Forderungen der Wagengruppe Schlagloch: Ein größerer Platz für etwa zwölf Wagen, und ausreichend Raum für Nachzügler. Im Rathaus will man dem nicht entgegenkommen: „Die Gruppe hat leider trotz vieler Aufforderungen und einem deutlichen Entgegenkommen des Oberbürgermeisters die Fläche nicht freiwillig geräumt“, sagte Sprecherin Annette Wiese-Krukowska. Eine „kurzfristige Lösung“ sei trotz Arbeitsgesprächen nicht in Sicht, schilderte Wiese-Krukowska. „Insofern erwarten wir, dass die Gruppe den Standort auf dem Parkstreifen bald auflöst.“

Diese Erwartung hat auch das Unternehmen, das auf dem Nachbargrundstück bis 2021 zwei Großbauten errichten will. „Sie können ja nicht ewig da stehen bleiben“, sagte Vertreter Göttsche. Zwar verhielten sich die ehemaligen Besetzer der Wahrnehmung von Möbel Kraft und Polizei nach weiter „ruhig und friedlich“. Aber Göttsche betonte: „Wir können nicht bis Baubeginn unser Grundstück so sichern.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3